So steht der SV Schermbeck zu seinen drei Platzverweisen

mlzFussball

Eine 0:2-Niederlage und drei Platzverweise – nach dem Spiel bei Tabellenführer Gütersloh gab es beim SV Schermbeck natürlich Redebedarf.

Schermbeck

, 05.10.2020, 12:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit der Niederlage an sich konnte Schermbecks Trainer Sleiman Salha im Grunde leben: „In Gütersloh kannst du verlieren. Das ging schon in Ordnung.“ Auch zwei der drei Platzverweise gegen seine Mannschaft konnte der SVS-Coach durchaus nachvollziehen: „Gelb-Rot gegen Kevin Mule-Ewald war in der Szene gerechtfertigt, und Marek Klimczok hat kurz danach das Bein wirklich sehr hoch. Es hätte vielleicht mit Gelb getan sein können, aber auch Rot müssen wir da akzeptieren.“ Beide Szenen waren in der Schlussphase im Grunde auch nur noch Dreingaben zu einem gebrauchten Schermbecker Tag.

Jetzt lesen

Was Salha allerdings in Rage brachte, war der Platzverweis gegen Maik Habitz in Minute 65. „Der war wirklich eine Frechheit“, meinte der SVS-Trainer: „Das geschah in einer absoluten Drangphase von uns, und dann bekommen wir einen Platzverweis und einen Elfmeter gegen uns.“ Den Güterslohs Dimitrios Nemtsis auch noch zum vorentscheidenden 2:0 nutzte.

“Wir haben genug Breite im Kader“

Doch Salha bleibt natürlich nichts anders übrig, als die Situation zu akzeptieren und sich Gedanken zu machen, wie er die neuerlichen Ausfälle kompensieren kann. „Ich habe mir natürlich schon Gedanken gemacht“, sagte er am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion: „Wir haben aber genug Spieler, um das aufzufangen. Gerade in der Verteidigung haben wir eine gute Breite.“ Er sei deshalb guter Dinge und vertraue den Akteuren, die nun zum Zuge kommen.

Allerdings macht der Trainer vor dem Spiel gegen Aufsteiger SG Finnentrop/Bamenohl am kommenden Sonntag auch unmissverständlich klar: „Es wird jetzt Zeit, dass wir endlich mal dreifach punkten.“

Die Niederlage beim Spitzenreiter unterstreiche im Grunde nur noch einmal, wie ärgerlich die Punkteteilungen in Ennepetal und Rhynern gewesen seien: „Da waren wir klar besser. Dass wir dort nicht gewonnen haben, tut uns jetzt umso mehr weh.“

Jetzt lesen

Das Erfolgserlebnis, das Sleiman Salha für sein Team herbeisehnt, hat die SG Finnentrop/Bamenohl gerade erlebt. In einer schier unglaublichen Partie lagen die Sauerländer zuhause gegen zehn Paderborner am Sonntag nach 50 Minuten schon mit 0:4 zurück. Dann kam die SG zum 1:4, Paderborn kassierte noch zwei weitere Platzverweise und in der dramatischen Schlussphase drehte Finnentrop/Bamenohl die Partie noch, Siegtor in der sechsten Minute der Nachspielzeit inclusive.

Lesen Sie jetzt