SV Schermbeck nutzt die letzte Chance

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Der SV Schermbeck hat es gerade noch geschafft. Im letzten Spiel vor dem Lockdown feierte der Oberligist am Mittwochabend in Rheine den ersten Sieg.

Schermbeck

, 28.10.2020, 21:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenigstens das: Der SV Schermbeck geht mit einem Erfolgserlebnis in den Lockdown. Einen Tag, bevor der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen dem Gebot der Politik folgend, den Spielbetrieb einstellt, feierte der SVS in der Oberliga mit dem 3:1 (1:0) beim FC Eintracht Rheine den so sehnlich erwarteten ersten Saisonsieg.

„Endlich“, mag SVS-Trainer Sleiman Salha gedacht haben. Endlich belohnte sich seine Mannschaft einmal für einen starken Auftritt und fuhr verdient den ersten Dreier ein. Nachdem die Anfangsphase klar dem SVS gehörte, bekam Rheine zwar Mitte der ersten Halbzeit ein wenig Oberwasser. Doch dann ließ Bilal-Can Özkara Schermbeck zum ersten Mal jubeln. Der überragende Fatmir Ferati spielte nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte den entscheidenden Pass, Özkara ging alleine auf den Torwart zu und überwand ihn aus 15 Metern mit einem platzierten Flachschuss (36.).

Zaubertor von Ferati

In der Halbzeitpause stellte Sleiman Salha sein Team auf wütendes Anrennen der Hausherren ein. Das kam auch, wurde aber schon nach fünf Minuten jäh gedämpft. Ferati zirkelte den Ball vom Strafraumeck in den Winkel, und es hieß 2:0 für Schermbeck (50.).

Doch schon bald mussten die Gäste wieder zittern. Als Ilkay Kara nach einem Zusammenprall mit Maik Habitz verletzt am Boden lag, spielte Rheine den Ball nicht ins Aus, flankte scharf vors Tor und dort prallte der Ball von Mike Jordan ins eigene Tor (52.).

Wieder war Rheine am Drücker, doch der SVS bewies Stehvermögen und setzte den entscheidenden Konter. Der gerade eingewechselte Bernad Gllogjani bediente Michael Smykacz, und der traf zum 1:3 (65.). In der Folge hätten die Gäste bei ihren Kontern das Ergebnis noch erhöhen können, ja müssen. Rheine hatte aber seinerseits nur noch eine gute Chance, doch die Latte verhinderte den Anschlusstreffer.

Erst mal trainingsfrei bis Mitte November

Sleiman Salha gab seinen Spielern nun erst einmal bis Mitte November frei. „Dann sehen wir weiter, ob es im Dezember überhaupt wieder los geht.“

SVS: Drobe; Jordan, Zugcic, Özkara, Malte Grumann, Karagüzel (73. Hanemann), Steinrötter, Habitz, Kara (81. Niewerth), Smykacz (88. Ankomah-Kissi), Ferati (63. Gllogjani).

Tore: 0:1 Özkara (36.); 0:2 Ferati (50.); 1:2 Jordan (52., Eigentor); 1:3 Smykacz (65.).

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