Der FC Rot-Weiss Dorsten plant ein Revival

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Über viele Jahre war der Jahnsportplatz des FC Rot-Weiss Dorsten in der Lippestadt die erste Adresse in Sachen Frauenfußball. Das ist lange her, doch jetzt will der FC einen Neuanfang wagen.

Dorsten

, 23.05.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor ziemlich genau acht Jahren bejubelten die Frauen des FC Rot-Weiss Dorsten den Aufstieg in die Landesliga, und der Weg von Trainer Pedro Galvez-Braatz schien noch lange nicht zu Ende. Doch es kam anders.

In der Landesliga wehte dem FC ein deutlich rauerer Wind ins Gesicht. Am Ende der Saison stand der sofortige Wiederabstieg in die Bezirksliga – und damit nicht genug: Ein Jahr später ging‘s für die Rot-Weißen sogar bis runter in die A-Liga. Der Höhenflug des Frauenfußballs am Jahnsportplatz war unsanft zu Ende gegangen.

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Damals zogen die Verantwortlichen ihre Lehren. Kooperation war angesagt. Ab der Saison 2014/15 bildete der FC Rot-Weiss Dorsten eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Gahlen, und der Abwärtstrend wurde gestoppt. In der ersten Saison wurde die SG in der A-Liga auf Anhieb Dritter, ein Jahr später gelang die Rückkehr in die Bezirksliga – doch das war‘s dann auch für die Spielgemeinschaft. Aber der Spielzeit 16/17 firmierte die Mannschaft nur noch als TuS Gahlen. Der Frauenfußball des FC Rot-Weiss hatte offiziell ein Ende gefunden.

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Ein vorläufiges, wenn es nach Alexander Rietz geht. Als Jugendtrainer war er beim FC schon vor zehn Jahren im Mädchenbereich aktiv, jetzt will er nach einigen Jahren bei anderen Clubs wieder eine Frauenmannschaft am Jahnsportplatz etablieren.

Zuletzt beim TSV Feldhausen aktiv

Zuletzt trainierte der 32-Jährige die Damen des TSV Feldhausen. In der A-Liga des Kreises Gelsenkirchen/Bochum wurde die vor der Saison komplett neuformierte Truppe Sechster. „Ein gutes Resultat“, war Rietz zufrieden. Doch es gab einen Haken: „Der Fußball, der im Kreis Gelsenkirchen/Bochum gespielt wird, ist nicht meiner“, sagt der Trainer. Zu hart, zu aggressiv gehe es dort zur Sache. Da beim TSV gleich mehrere Dorstenerinnen spielten, reifte die Idee heran, zum FC Rot-Weiss zurückzukehren und so auch in den Kreis Recklinghausen zu wechseln. Entsprechende Gespräche mit dem FC-Vorsitzenden Stefan Cremer führten rasch zu einer Einigung.

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Schon an diesem Montag soll der Startschuss zum Training fallen. Natürlich unter den entsprechenden Corona-Vorsichtsmaßnahmen, aber dreimal die Woche. Denn Alexander Rietz hat Ambitionen: „Wir wollen oben mitspielen. Die Platzierung vergangene Saison stimmt mich optimistisch.“

Rietz weiß aber auch, dass er dafür einen ausreichenden Kader braucht, und da gibt es derzeit durchaus noch Luft nach oben, denn das hat der Trainer in den vergangenen zehn Jahren im Frauen- und Mädchenbereich gelernt: „Wir haben zwölf, 13 Spielerinnen. Wir brauchen aber 20 bis 25, denn die Saison ist lang.“ Doch Rietz ist sicher, dass sich in Dorsten genug Fußballerinnen finden. „Vielleicht ja sogar die ein oder andere von damals ...“

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Spielerinnen, die beim FC Rot-Weiss Dorsten einsteigen möchten, können sich bei Alexander Rietz unter Tel. 0176 - 324 87 785 melden. Trainiert wird montags, dienstags und freitags von 19.30 bis 21 Uhr.

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