Fußball-Saison in Dorsten soll wieder aufgenommen werden – an der Konsole

Fußball

Grün-Weiß Barkenberg hat eine Idee, wie sie es schaffen wollen, die Fußballverrückten in Dorsten zuhause bleiben und gleichzeitig doch Fußball spielen zu lassen.

Wulfen-Barkenberg, Dorsten

, 19.03.2020, 09:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Playstation sind natürlich eher geschickte Finger als begnadete Füße gefragt.

An der Playstation sind natürlich eher geschickte Finger als begnadete Füße gefragt. © DPA

Der Ball rollt nicht mehr. Die Plätze sind gesperrt, die Liga pausiert, selbst Training ist verboten. Was sollen Fußball-Verrückte in solchen Zeiten tun? Und wie kriegt man die Leute dazu, tatsächlich zuhause zu bleiben, um die Ausbreitung von Corona möglichst einzudämmen?

Diese Fragen stellte sich Marc Hinzmann von SuS Grün-Weiß Barkenberg, und hatte eine Idee: Die Leute sollen Fußball spielen.

„Resonanz war gut“

Natürlich nicht auf dem Platz. Hinzmann möchte eine Playstation-Liga der heimischen Vereine gründen. „Wir haben bereits einige angerufen. Die Resonanz war gut“, berichtete der 28-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion am Dienstag. In den nächsten Tagen sollen die restlichen Clubs abtelefoniert werden.

Jeder Verein kann beliebig viele Teilnehmer ins Rennen schicken. „Tatsächlich spielen sollen dann aber pro Spieltag immer nur drei pro Club“, erläutert Marc Hinzmann. Und zwar von der heimischen Konsole aus, denn Treffen widersprächen ja den Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Epidemie.

Liveübertragung im Netz

„Es wären aber durchaus Live-Übertragungen im Internet denkbar“, sagt der Barkenberger Liga-Gründer. „Der Reiz an der Sache ist, dass es ja quasi immer Derbys sind, die die Clubs da ausspielen. Deshalb sollten die Teilnehmer nach Möglichkeit auch Spieler der Clubs sein und nicht irgendwelche Playstation-Profis, die zufällig in der Nähe wohnen.“

Keine Teilnahmegebühren, einfach nur der Spaß

Gespielt werden soll jeweils freitags und sonntags im „85er-Modus“, der garantiert, dass die imaginären Spieler auf dem Bildschirm alle gleich stark sind. Teilnahmegebühren will Marc Hinzmann keine erheben: „Die Leute sollen einfach Spaß und etwas zu tun haben. Wer weiß schon, wie lange die ganze Corona-Sache noch dauert.“

Die Organisatoren hoffen, dass sich pro Verein auch jeweils ein Verantwortlicher findet, der die Einsätze der gemeldeten Spieler koordiniert. „Und ein Sponsor, der den Siegern am Ende eine kleine Prämie zahlt, wäre natürlich auch super!“

Interessenten – Vereine wie Sponsoren – können sich per Mail unter esports@gwbarkenberg.de melden.

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