GW Barkenbergs Vorsitzender ist der neue Trainer – und er hat Träume

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Vor knapp zehn Jahren stieg der jetzige B-Kreisligist GW Barkenberg unter ihm in die Kreisliga A auf. Nun übernimmt der Vorsitzende das Team erneut.

Wulfen-Barkenberg

, 20.07.2020, 06:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt nicht viele Vereine, die über den Saisonabbruch am Ende so erleichtert gewesen waren wie GW Barkenberg. Der Trainer ging in der Winterpause, die Mannschaft verlor Spiel um Spiel, wichtige Spieler kündigten ihren Abschied an. Jetzt soll es mit dem Vorsitzenden als neuen, aber auch alten Trainer wieder aufwärts gehen. Im Duo mit einem jungen, unerfahrenen Trainer, der lernen soll, will Frank Hofmann GW Barkenberg wieder voranbringen – und er hat Träume.

Nachdem Holger Lehmann im Winter seinen Abschied verkündete, stand Fußball-B-Kreisligist GW Barkenberg ohne Trainer da. Interimsmäßig übernahm Michele Malter. Doch unter dem jungen und unerfahrenen Coach verloren die Barkenberger ein Spiel nach dem anderen.

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Viele Spieler standen vor dem Absprung. Barkenberg, das vor einigen Jahren an die Tür zur Bezirksliga klopfte, war ganz unten angelangt, in den Niederungen der Kreisliga B. Ohne Trainer, „mit einem nicht konkurrenzfähigen Kader“, wie der Vorsitzende und neue Trainer Hofmann die Situation analysierte.

Die Suche nach einem neuen Coach gestaltete sich schwierig. „Im Verein kam schon Unruhe auf“, sagt Hofmann. Da entschloss er sich, den Posten selber zu übernehmen.

„Ein bisschen komisch ist das schon.“
Frank Hoffmann, Trainer und Vorsitzender GW Barkenberg

„Ein bisschen komisch ist das schon: Vorsitzender und Trainer in einem Verein“, gesteht der Trainer ein. Im Grunde ist Hofmann es, der sich selbst im Falle des Misserfolgs entlassen müsste. Auf der anderen Seite sagt er aber auch: „Wir sind ein kleiner Verein, da ist das o.k.“

Und warum sollte Barkenberg unter Hofmann nicht erfolgreich sein? Schließlich war er es ja, der Barkenberg vor knapp zehn Jahren erst zurück in die Kreisliga A führte und dann das Team zu einer Spitzenmannschaft entwickelte. Hofmann ist ein guter Trainer.

Malter bleibt für die Trainingsgestaltung zuständig

Ganz alleine macht er den Job aber nicht. „Ich bin freitags und sonntags immer da, unter der Woche aber öfter mal nicht.“ Die Trainingsarbeit teilt er sich mit Michele Malter, der nun nicht mehr Interimstrainer ist, sondern im Trainerduo mit Hofmann fungiert.

„Michele ist ein junger, unerfahrener Trainer“, sagt Hofmann. „Der Plan ist nun, dass ich das zwei Jahre mit ihm zusammen leite und er in der Zeit lernt.“ Nach den zwei Jahren kann es dann sein, dass Malter den Trainerposten bei GW Barkenberg alleine bekleidet.

Die Aufgabenteilung ist recht eindeutig. „Bei der Trainingsgestaltung lasse ich ihm freie Hand“, so der Vorsitzende. „Für mich geht es darum, die Mannschaft zu managen. Das Zwischenmenschliche steht im Vordergrund. Das allerwichtigste für mich ist, dass die Leute Spaß am Fußball haben. Sie sollen von der Arbeit kommen und sagen: ‚Heute hab‘ ich Bock!‘“

„Großes Lob“ an sportlichen Leiter

Aber auch sportlich soll sich das Team weiterentwickeln. War der Kader vor acht Wochen, als sich Hofmann entschloss, das Team zu übernehmen, noch recht ausgedünnt. So steht dem neuen Trainerduo nun ein guter Kreisliga-B-Kader zur Verfügung. „Ich muss unserem Sportlichen Leiter Kevin Singscheidt ein großes Lob aussprechen. Das hat er prima gemacht“, sagt Hofmann.

Mit Dominik Hannemann, Albinat Packolli und Akif Aygün konnte der neue, alte Trainer einige seiner alten Spieler davon überzeugen, zu bleiben oder zurückzukehren. Dass die Barkenberger aber um den Aufstieg mitspielen in der kommenden Saison, das glaubt Hofmann nicht. Da ist er Realist genug. „Die Kreisliga B nächstes Jahr ist wieder sehr stark.“

Großer Traum für 2022

Erst einmal gehe es darum, sich im oberen Tabellendrittel zu konsolidieren. Dazu soll sein Trainerkollege „das praktische“ lernen. Und wenn alles gut geht, so ist der Wunsch, möchte man pünktlich zum 50-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2022 in die Kreisliga A zurückkehren. „Aber das ist nur ein Traum.“ Zuerst steht die Arbeit.

Vorbereitungsspiele

02.08. 15 Uhr in Rhade

07.08. 19 Uhr BVH III

09.08. 15 Uhr SC Herten

16.08. 15 Uhr in Leusberg

21.08. 19 Uhr Sp. Stuckenbusch II

23.08. 15 Uhr SC Marbeck

30.08. 15 Uhr in Etus Haltern

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