Dorstens Fußballer ziehen Halbzeit-Bilanz, Teil 2

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In unserer Halbzeit-Bilanz der Amateurfußballer sind heute die B-Ligisten an der Reihe. Außerdem gibt’s einen Nachzieher aus der A-Liga. Wer steht aktuell überm Strich, und wer darunter?

Dorsten, Raesfeld

, 20.11.2019, 11:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kreisliga A 1 RE

Der BVH Dorsten setzt in der laufenden Saison den Umbruch fort. Trainer Arek Knura baut um die Routiniers wie Sascha Mahlitz und Kim Welter mehr und mehr junge Spieler ein. Das führt naturgemäß noch zum ein oder anderen Dämpfer wie dem 0:5 gegen Wulfen. Zu was die Mannschaft in der Lage ist, hat sie aber auch schon gezeigt: 5:0 gegen Fenerbahce Istanbul Marl, 1:0 beim SV Schermbeck II oder 5:1 gegen SC Marl-Hamm.

Dorstens Fußballer ziehen Halbzeit-Bilanz, Teil 2

Arek Knura hat keinen Grund, so verdrießlich drein zu schauen. Der BVH-Vorstand ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden und hat mit ihm schon jetzt für die kommende Saison verlängert. © Andreas Leistner

Mit 23 Punkten muss sich der BVH keinerlei Sorgen „nach unten“ machen. Arek Knura kann also in Ruhe weiterarbeiten, und soll das auch: In der vergangenen Woche haben Vorstand und Trainer auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit auch in der kommenden Saison geeinigt.

Die Perspektive stimmt also beim BVH. Die Holsterhausener liegen voll im Soll und eher leicht über dem Strich.

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Kreisliga B 1 und 2 RE

Gäbe es in der Kreisliga B 1 RE die SG Borken II nicht, hätte die Erler Eintracht vielleicht sogar noch eine Chance auf die Meisterschaft. So sind 16 Punkte Rückstand zur Saisonhalbzeit aber ein Pfund, das nicht mehr aufzuholen ist.

Das muss die Eintracht allerdings auch nicht. „Oben mitspielen“, hieß die Marschroute, die Trainer Jürgen Bülten vor der Saison ausgab. Dazu appellierte er auch an seine Spieler, die altbekannte Erler Seuche der bröckelnden Trainingsbeteiligung einzudämmen und sich mehr auf den Fußball zu konzentrieren. Das ist bislang ganz gut gelungen, von einigen Ausnahmen abgesehen, die Bülten natürlich ärgerten.

Alles in allem liegen die Erler deshalb nicht nur wegen Platz vier in der Halbzeitbilanz voll im Soll.

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Felix Wojtalla (r.) hat mit seinen Toren maßgeblichen Anteil an der guten Erler Platzierung. © Joachim Lücke

Zwischenzeitlich sah es am Hervester Ellerbruch gar nicht schön aus. Die Möglichkeit eines direkten Wiederaufstiegs hatte SuS Hervest-Dorsten schon früh aus den Augen verloren. Bis auf Platz 13 führte die Hervester Talfahrt hinab. Doch dann gelang die Wende.

Es folgten Siege gegen den hoch gehandelten ETuS Haltern, ein 6:2 über den TSV Marl-Hüls und sogar ein Auswärtssieg bei Spitzenreiter Sythen. Als Vierter liegt die Elf von Trainer Alessandro Roccaro bei neun Punkten Rückstand wieder im Dunstkreis der Sythener und damit im Bereich ihrer Möglichkeiten.

Knüpfen die Hervester an die Leistungen der letzten Spiele kann, kann die Rückrunde für sie noch sehr erfreulich werden.

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Das 1:4 bei Grün-Weiß Barkenberg war einer der Tiefpunkte für SuS Hervest-Dorsten. Doch mittlerweile läuft es am Ellerbruch deutlich besser. © Andreas Leistner

Mit dem Aufstieg wird es nichts. Damit musste sich der SSV Rhade in der Staffel 1 schon früh wieder einstellen. Selbstbewusst hatten die Rhader vor der Saison ihre Ambitionen offensiv angemeldet. Pech, dass die SG Borken II sich ausgerechnet in dieser Spielzeit zur Übermannschaft verstärkte, die quasi außer Konkurrenz spielt und den Titel im Grunde schon sicher hat.

Ziel der Rhader kann es nur sein, sich für die kommende Saison weiter- und Automatismen zu entwickeln.

Gemessen am Saisonziel liegt der SSV deshalb unterm Strich. Das macht konzen-triertes Arbeiten aber eben nicht sinnlos. Die nächste Spielzeit kommt bestimmt.

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Leon Meister (r.) und der SSV Rhade müssen den Aufstieg vertagen. Doch aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. © Joachim Lücke

Platz sieben und elf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer ist nicht unbedingt das, was sich Grün-Weiß Barkenberg für diese Saison vorgenommen hatte. Blickt man hinter die nackten Zahlen, kann man Trainer Holger Lehmann trotzdem verstehen, wenn er sich insgesamt zufrieden zeigt.

Lehmann hatte sich die Verjüngung der Mannschaft auf die Fahnen geschrieben, und der ein oder andere Youngster hat das in ihn gesteckte Vertrauen bereits zurückgezahlt. Hier muss Lehmann weiter ansetzen. Ohne auf die Tabelle zu schauen.

Das kann er sich leisten. Nach unten wird GWB nichts passieren. Und in kompletter Besetzung können die Grün-Weißen jedem Team der Liga ein Bein stellen.

Summa summarum steht Barkenberg (noch) unterm Strich.

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Baboucar Jallow (M.) macht bei Grün-Weiß Barkenberg zwar ein wenig den Altersschnitt kaputt, ist aber fürs Offensivspiel der Grün-Weißen ungemein wertvoll. © Ralf Pieper

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