Darum bekam "Drachentöter" Lukas van Buer Prügel angedroht

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In der 1. Regionalliga West kann es schon mal härter zu gehen. Das bekam BSV Wulfens Center Lukas van Buer nach dem Spiel gegen die Dragons aus Rhöndorf beinahe zu spüren.

von Christoph Winck

Wulfen

, 17.09.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit einem 88:80 (54:41)-Heimsieg über den Titelfavoriten Dragons Rhöndorf starteten die BSV Münsterland Baskets Wulfen in die Saison der Basketball-Regionalliga West. Einer der „Drachentöter“ im Wulfener Team: Center Lukas van Buer. Für den 21-jährigen Halterner war es das erste Match in der höchsten Spielklasse Nordrhein-Westfalens. Dabei spricht der Halterner über angedrohte Schlägereien und „das perfekte Basketball-Wochenede“.

Herr van Buer, Glückwunsch zum überraschenden Sieg über die Dragons Rhöndorf. Die waren letzte Saison noch in der 2. Liga ProB, Sie mit Wulfen in der 2. Regionalliga. Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Wir haben mit unserem Sieg für einen Paukenschlag gesorgt. Da hatte keiner mit gerechnet, dass wir die top besetzten Rhöndorfer bezwingen würden. Es war eine tolle Teamleistung.

Sie haben knapp zehn Minuten auf dem Feld gestanden, Ihre ersten Minuten auf diesem Niveau. Wie war es?

Regionalliga West ist schon was anderes. Mit dem ATV Haltern habe ich in der Oberliga gespielt, mit Wulfen jetzt zwei Jahre in der 2. Regionalliga. Die Gegenspieler hier sind jetzt noch mal eine Nummer besser. Aber es hat Spaß gemacht.

Aber es gab auch unschöne Szenen…

Alles nicht der Rede wert. Rhöndorfs slowenischer Center Besedic war mit meiner Verteidigung nicht einverstanden und hat mir Prügel vor der Halle angedroht. Darüber kann ich nur lachen. Unterm Korb geht es eben hart zur Sache, wir kämpfen um jeden Rebound. Basketball ist ja kein Schach.

Sie haben drei Rebounds geholt, einen Freiwurf getroffen – zufrieden?

Ja, klar. Jeder im Team leistet seinen Beitrag zum Sieg. Sadiq Ajagbe hatte früh Foulprobleme, Thorben Vadder auch. Dadurch stand Michael Haucke fast 30 Minuten auf dem Feld, ich knapp 10. Wir haben das Ding als Team gewonnen. Nur das zählt.

Nächstes Wochenende steht ein Doppelspieltag an: Freitag um 20 Uhr auswärts in Herten, Sonntag um 16 Uhr zu Hause gegen Grevenbroich. Das Sonntagspiel kollidiert mit Ihrer männlichen U18, die Sie als Coach des ATV Haltern betreuen. Wie lösen Sie das Problem?

Ich werde Sonntag in Wulfen im Regionalliga-Kader stehen und nach den Drachen (Rhöndorf Dragons) hoffentlich auch die Elefanten (Grevenbroich Elephants) erlegen. Die U18 wird zeitgleich in Borken mein Co-Trainer Markus Mathäa betreuen. Auch mit der U18 sind wir erfolgreich in die Oberliga-Saison gestartet, haben die BG Dorsten 59:37 geschlagen. Es war das perfekte Basketball-Wochenende für mich.

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