"Kollektives Versagen": Kreisligist BW Wulfen hat sich den Saisonstart anders vorgestellt

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"Ich habe das Gefühl, dass wir derzeit nicht als ein Team auftreten", sagt BW-Stürmer Stanislav Ziegler. Nach vier Spieltagen könnte der Aufstiegszug für BW Wulfen bereits abgefahren sein.

von Niklas Berkel

Wulfen

, 03.09.2019, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass er in der Bezirksliga spielen will, daraus macht der Fußball-Kreisligist BW Wulfen keinen Hehl. Nach dem bitteren Abstieg in der Saison 2017/18 war Blau-Weiß in der vergangenen Saison mit Platz zwei auch nah dran. Dass es am Ende nicht reichte, lag an der starken Mannschaft des RC Borken-Hoxfeld, die mit lediglich vier nicht gewonnenen Spielen und zehn Punkten Vorsprung vor Wulfen aufstieg. Wulfen verlor zwar ebenfalls nur dreimal – wie der Meister – leistete sich aber fünf Unentschieden mehr.

In dieser Saison wollten die Wulfener einen neuen Anlauf starten. Doch bereits nach vier Spieltagen könnte der Aufstiegszug abgefahren sein. Die drei Niederlagen aus der vergangenen Saison hat der Kreisligist bereits jetzt erreicht. Auf die Plätze eins und zwei hat Wulfen bereits neun Punkte Rückstand. Und die einzigen Punkte, die die Mannschaft bislang eingefahren hat, bekam sie am grünen Tisch zugesprochen.

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"Wenn wir die einzelnen Spiele betrachten, haben wir die Spiele verloren, weil wir uns das Leben selber schwer machen", analysiert BW-Coach Daniel Schikora die Niederlagenserie seiner Mannschaft. "Wir verlieren die Spiele, weil wir individuelle Fehler machen." Dazu kamen bei den ersten Pleiten gegen den SC Marl-Hamm (2:3) und den VfL Ramsdorf (3:4) je eine Gelb-Rote-Karte gegen Matthias Büch und gegen Alexander Herner. Bis zu den Platzverweisen führten die Blau-Weißen (2:1 gegen Marl) oder hielten zumindest das Remis (3:3 gegen Ramsdorf). "Das hat es zusätzlich nicht leichter gemacht", gesteht Schikora ein.

"Kollektives Versagen" der Mannschaft

Bei der letzten Niederlage gegen den TuS Gahlen (0:3) allerdings hat Schikora "kollektives Versagen" als Grund für die Niederlage ausgemacht. "Das war von allen einfach nicht gut", sagt er. Auf die Frage, warum die Wulfener derzeit nicht in die Spur finden, hat der Kapitän der Wulfener aus dem Spiel gegen Gahlen, Stanislav Ziegler, keine richtige Antwort. "Ich weiß es nicht", sagt er. "Ich habe das Gefühl, dass wir derzeit nicht als ein Team auftreten." Dem Trainer will der Stürmer keinen Vorwurf machen. "Er macht uns richtig heiß und gibt sein Bestes. Aber wir schaffen es derzeit nicht, die Leistung auf den Platz zu bringen."

Ganz aufgeben im Aufstiegsrennen wollen Ziegler und seine Wulfener aber noch nicht. "Im Fußball ist immer alles möglich. aber wir sollten vielleicht besser jetzt von Spiel zu Spiel denken", sagt er. Auch sein Trainer Schikora sieht das ähnlich. "Darüber, oben mitzuspielen, müssen wir im Moment nicht sprechen", erklärt er. "Wir müssen jetzt erstmal zusehen, dass wir den ersten Sieg einfahren."

"Einer für alle und alle für einen. Dann wird es auch wieder laufen."
Stanislav Ziegler, BW Wulfen

Das wird schwierig genug für die Wölfe. Der nächste Gegner ist der BVH Dorsten, der zuletzt zweimal in Serie deutlich (6:1, 4:1) gewann. "Der BVH ist sicherlich der klare Favorit", sagt Schikora. "Wir müssen jetzt zusehen, dass wir uns im Training das Selbstvertrauen erarbeiten, damit wir endlich in die Erfolgsspur finden." Und Ziegler fügt hinzu: "Wir müssen fußballerisch zwar cleverer werden, aber vor allem zusammenhalten. Einer für alle und alle für einen. Dann wird es auch wieder laufen."

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