Ladehemmung - Schermbecks Torjäger trifft nicht

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Schermbecks Stürmer Dominik Milaszewski hat in dieser Saison noch kein Feld-Tor geschossen. Er hofft, dass bald der Knoten platzt.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 11.10.2019, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Stürmer wird an seinen Toren gemessen. In dieser Hinsicht läuft es beim Schermbecker Angreifer Dominik Milaszewski in dieser Saison allerdings alles andere als gut.

Während man sich in den letzten Spielzeiten immer darauf verlassen konnte, dass Milaszewski im Zweifel doch noch das entscheidende Tor schießen würde, so leidet der 34-Jährige gerade an einer Ladehemmung. In der letzten Saison sammelte er 14 Treffer, in dieser hat er in der Meisterschaft erst einen Elfmeter versenkt, zudem ein Feldtor im Pokal erzielt.

“Werde immer gleich gedoppelt“

Milaszewski weiß einen Grund für seine Torflaute: „Man kennt mich in der Liga ja nicht erst seit der letzten Saison. Ich werde aber jetzt grundsätzlich gedoppelt. Egal was ich mache, es stehen mir immer zwei Abwehrspieler auf den Füßen.“

Der Schermbecker ackert und rackert zwar für seine Mitspieler und bereitete schon einige Treffer vor, doch seine Tore fehlen trotzdem. Mit nur acht erzielten Toren in neun Begegnungen hat der SVS die zweitwenigsten Tore auf dem Konto, in den letzten beiden Begegnung ging er ganz leer aus.

Als Vorbereiter erfolgreich

Dominik Milaszewski kennt aber auch die Dinge im Fußball, die man nicht beeinflussen kann: „Wenn der Ball nicht ins Tor geht, dann geht er nichts ins Tor. Es gab in dieser Saison Situationen, da fehlten einfach Zentimeter zu einem Tor. In der letzten Saison waren solche Dinger drin, in dieser klappt es einfach nicht.“

Da ist es für ihn auch nur ein schwacher Trost, dass er einige Male als Vorbereiter glänzte: „Im Pokalspiel in Hüls habe ich zweimal ein Tor vorbereitet, statt es selber zu machen. Gegen einen Bezirksligisten hätte ich mir aber auch selber ein Tor gewünscht, zumal ich 70 Minuten auf dem Feld war.“

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Das zerrt an den Nerven, zumal er auch im Bekanntenkreis auf dieses Thema angesprochen wird: „Viele Bekannte fragen mich, was denn mit mir los sei. Da kriegt man schon manchmal einen Hals.“ Allerdings hat es ihm schon viel gebracht, dass er am Mittwoch im Elfmeterschießen in Menden getroffen hat: „Da bin ich ganz locker zum Schuss gegangen. Ich war mir hundertprozentig sicher, dass ich treffe.“

Trainer in Schalkes Jugendabteilung

Auch in seinem beruflichen Leben hat Milaszewski viel mit dem Fußball zu tun. So hat er unter anderem eine Stelle als Co-Trainer der U11 des FC Schalke 04. Dreimal trainiert er mit dem Team, und am Wochenende steht ein Spiel auf dem Programm: „Das macht eine Menge Spaß, erfordert aber auch viel Zeit und Engagement.“

Mit der Leistung der Schermbecker Oberliga-Mannschaft ist er in dieser Spielzeit sehr zufrieden: „Wir haben einen großen Kader mit vielen Talenten. Wir haben fast immer gut gespielt, und hätten schon viel mehr als zwölf Punkte haben müssen.“ Lediglich in Wiedenbrück seien die SVS-Kicker chancenlos gewesen. Da schmerzt ihn seine Ladehemmung umso mehr. Den Klassenerhalt sieht er in dieser Saison aber nicht in Gefahr.

Ein Beispiel direkt vor Augen

Milaszewski ist auch nicht der erste Torjäger, der eine tiefes Tal durchschreiten muss, und er wird auch nicht der letzte sein. Ein prominentes Beispiel hat er auf Schalke direkt vor der Nase: „Der Guido Burgstaller ist ein toller Stürmer, aber er hat in dieser Saison noch kein einziges Tor geschossen.“

So geht auch bei Milaszewski das Hoffen weiter. Er ist sich sicher, dass ein einziges Tor viel verändern kann: „Ich brauche nur einmal zu treffen, das könnte den Knoten zum Platzen bringen. Am liebsten wäre es mir, wenn das schon am Sonntag in Gütersloh der Fall sein wird.“

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