Harte Corona-Erkrankung: Moritz Sander und der „Zitronen-Trick“

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Der Dorstener Moritz Sanders und neun weitere seiner Teamkollegen der Nürnberg Falcons waren am Coronavirus erkrankt. Wie geht es ihnen und wie geht es weiter?

Dorsten

, 21.11.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Dorstener Profi-Basketballer und viele seiner Teamkollegen der Nürnberg Falcons sind am Coronavirus erkrankt, nachdem das Team gegen Phoenix Hagen spielte. „Mir geht es mittlerweile deutlich besser“, freut sich Moritz Sanders. Der 22-Jährige klagte über eine „harte Grippe“, auch seine Teamkollegen erwischte es voll. Die ersten Nachtests sind aber bereits negativ ausgefallen. Am Donnerstag (19. November) durfte der erste Nürnberg-Spieler die Quarantäne verlassen, erzählt Sanders.

Der Dorstener sollte am 20. November die Quarantäne verlassen können, wurde am vergangenen Dienstag aber erneut getestet - wieder positiv. Die Quarantäne verlängert sich deshalb. Wie lange, hat er vom Gesundheitsamt noch nicht gehört.

„Habe versucht, mich zu triggern“

„Die scheinen dort überfordert mit der Situation zu sein“, erzählt der Basketball-Profi, der mit seinem Team in der 2. Bundesliga Pro A spielt. Der nächste Nachtest steht am Montag an. Er hofft, dass er dann negativ getestet wird – und endlich wieder raus darf.

Ein Licht am Tunnel erblickte Sanders allerdings schon, obwohl er noch länger als ursprünglich geplant in Quarantäne bleibt. Er riecht und schmeckt wieder ein wenig was. Daran habe er ordentlich gearbeitet, erzählt er. „Ich habe die ganze Zeit versucht, mich zu triggern“, sagt er. „Mich hat es genervt, nichts riechen und schmecken zu können.“ Also biss er in eine Zitrone und roch an bestimmten, starken Gerüchen.

Nachuntersuchungen überprüfen die Profis bis ins Detail

Ganz normal mit der Liga wird es für die Nürnberg Falcons aber erst einmal nicht weitergehen. Das ganze Team wird nach der Quarantäne komplett untersucht. Geguckt wird vor allem, ob das Herz und die Lunge Schäden wegen des schweren Verlaufs davongetragen haben.

„Danach wollen wir langsam anfangen, in Kleingruppen zu trainieren“, so Sanders. Das Team werde sich in Ruhe an die Belastung wieder gewöhnen. Nicht nur Sanders hatte mit schweren Symptomen zu kämpfen, auch seinen Teamkollegen erging es nicht viel besser.

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Bereits am vergangenen Sonntag sagte der Profi im Gespräch mit der Dorstener Zeitung, dass man nach der Quarantänte wieder spielen dürfte. „Aber man kann es nicht.“ Das bewies die laufende Saison zu Genüge. Beispielsweise kassierte Bayreuth in der BBL nach der Quarantäne 123 Punkte vom Mitteldeutschen BC. Ein ähnliches Schicksal wollen die Nürnberger verhindern.

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