SV Schermbeck trifft spät

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In der Oberliga Westfalen brauchte der SV Schermbeck gegen die junge Mannschaft des SC Paderborn II am Sonntag viel Geduld.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck, Dorsten

, 08.12.2019, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oberliga Westfalen

SV Schermbeck - SC Paderborn II

2:1 (0:0)

Der SV Schermbeck hat wieder ein Heimspiel in den letzten Minuten gedreht. Durch Tore von Kevin Mule-Ewald und Miles Grumann in der 81. und 86. Minute siegte der Oberligist mit 2:1 gegen den SC Paderborn.

„Das ist meine Mannschaft! Sie hat bis zum Schluss gekämpft und sich für ihren Willen belohnt,“ freute sich ein sichtlich erleichterter Trainer Thomas Falkowski über die späten Punkte gegen den Bundesliga-Nachwuchs. Allerdings gab er auch zu, darüber nachgedacht zu haben, wie er schon wieder hätte erklären müssen, dass sein Team trotz vieler Chancen nicht gewonnen hat.

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SV Schermbeck - SC Paderborn II

In der Tat boten sich den Zuschauern in der Volksbank-Arena die Szenen, die sie schon in der ganzen Saison erleben. Die Schermbecker spielten einen guten Fußball gegen eine starke Paderborner Elf. Und wieder einmal drehte sich alles um Dominik Milaszewski und seine abhanden gekommene Treffsicherheit.

In der sechsten Minute leitete Kevin Mule-Ewald von der eigenen Grundlinie einen Angriff über mehrer Stationen ein, und auf der anderen Seite rutschte Milaszewski um Zentimeter an der Flanke Raphael Niehoffs vorbei. In der 37. Minute parierte der starke SC-Schlussmann Leon Brüggemeier einen Milaszweski-Schuss. Wenig später hätte sich Milaszewski die Ecke aussuchen können, schoss aber freistehend Brüggemeier an.

Einige Paderborner Profis waren dabei

Paderborn, das mit einigen Bundesliga-Profis angereist war, überzeugte durch einen reifen Spielaufbau, im direkten Zweikampf waren sie aber den Schermbeckern unterlegen. Fast wäre der SC aber dennoch in Führung gegangen, doch Nikolaj Zugcic wehrte einen Schuss Khiry Sheltons von der Linie ab.

Die Gäste kamen besser in die zweite Hälfte, profitierten bei der Führung aber von einer Schermbecker Unaufmerksamkeit. Nach einem schnellen Freistoß knallte Dominik Bilogrevic den Ball unter die Latte. Schermbeck war nun angeschlagen, kam dann aber zurück ins Spiel. Marek Klimczok hatte Pech, dass Brüggemeier seinen Schuss aus acht Metern mit dem Fuß abwehrte.

Tugbenyo sah Rot

Ab der 75. Minute spielte Paderborn in Unterzahl, denn Jesse Tugbenyo hatte die zweite gelbe Karte gesehen. Die Hausherren übernahmen wieder das Kommando, und der Ausgleich war nur eine Frage der Zeit.

Gökhan Turan, der ein starke zweite Halbzeit zeigte, beförderte in der 81. Minute einen Einwurf-Torpedo in den Strafraum, und Kevin Mule-Ewald köpfte zum 1:1 ein (81.). Fünf Minuten später schickte Zugcic den gerade eingewechselten Miles Grumann auf die Reise, der den Ball wie ein alter Routinier am Torwart vorbei schob.

SVS: Drobe; Mule-Ewald, Niehoff (64. Malte Grumann), Klimczok, Zugcic, Milaszewski, Poch, Steinrötter, Turan (87. Hozic), Patrick Rudolph (64. Kevin Rudolph, Göbel (83. Miles Grumann)

Tore: 0:1 Bilogrevic (51.), 1:1 Mule-Ewald (81.), 2:1 Miles Grumann (86.).

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