Rekordverdächtig: Lange Sperre für Tätlichkeit nach nur zwei Minuten

Fußball

In der Fußball-Kreisliga A sah ein Spieler des SC Blau-Weiß Wulfen in der 47. Minute die Rote Karte. Bemerkenswert: Erst zur Halbzeit kam der Spieler rein.

Wulfen

von Olaf Krimpmann

, 05.12.2019, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Symbolbild: So schnell flog selten einer vom Platz.

Symbolbild: So schnell flog selten einer vom Platz. © picture alliance/dpa

Das ist rekordverdächtig: Eine Minute nach seiner Einwechslung sah ein Spieler des SC BW Wulfen in der Fußball-Kreisliga A die Rote Karte. Das Kreissportgericht sperrte Kai L. wegen seiner Tätlichkeit für zehn Wochen.

„Der Beschuldigte zeigte sich nicht einsichtig“

Warum der Spieler des 1. SC Blau-Weiß Wulfen am 17. November in der Begegnung beim TuS Velen ausrastete, blieb für das Sportgericht auch in mündlicher Verhandlung zunächst ein Rätsel: „Leider war der Geschädigte nicht anwesend, und der Beschuldigte zeigte sich nicht unbedingt einsichtig“, berichtet der Vorsitzende des Gremiums, Thomas Michalczak (VfB Hüls).

Allerdings seien die Anschuldigen an den Spieler zu schwerwiegend gewesen: „Sowohl der Sonderbericht des Schiedsrichters wie auch dessen Aussagen in der Verhandlungen waren schlüssig, sodass wir wenige Zweifel hatten, dass es sich so zugetragen hat, wie es geschildert wurde.“

Kopfstoß auf den Hinterkopf

Der Wulfener war in der Kreisliga-A-Begegnung am 17. November nach der Halbzeit eingewechselt worden. In der 47. Minute hatte er seinen Gegenspieler mit einem Kopfstoß auf dessen Hinterkopf außer Gefecht gesetzt. Der Velener hatte daraufhin kurze Zeit später ausgewechselt werden müssen.

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