RW Deuten gehen die Fußballer aus: Fast 20 Spieler sind verletzt

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Lange blieb RW Deuten vom Verletzungspech verschont. Nun haben die Deutener alleine in den vergangenen zwei Wochen sieben Ausfälle zu beklagen. Und das betrifft nur die erste Mannschaft.

von Niklas Berkel

Deuten

, 06.03.2020, 11:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Oft hatte der Fußball-Landesligist Rot-Weiß Deuten in den vergangenen Jahren mit Verletzungsproblemen zu kämpfen. Diese Saison schlug das Verletzungspech lange Zeit nicht zu – dafür jetzt mit aller Härte. Trainer Frank Frye zählt auf, wer alles in den kommenden Wochen ausfällt. Eine Entscheidung vor Saisonbeginn zahlt sich nun aus.

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„Wir haben vor der Saison extra den Kader etwas größer als üblich aufgestellt“, sagt Deutens Sportlicher Leiter Mathias Deckers. Weit über 20 Feldspieler zählt der Deutener Kader. Und die sind auch bitter nötig. Innerhalb von wenigen Wochen brachen dem Landesligisten acht Spieler weg. Dazu kommt ein Langzeitverletzter. In zwei Wochen ist bereits das Derby gegen den SV Dorsten-Hardt.

Das Verletzungspech begann vor der Winterpause, machte dann aber kurz Pause

„Alles fing an mit der Verletzung von Arthur Fell“, sagt Deutens Trainer Frank Frye. Der Stürmer verletzte sich noch vor der Winterpause am Syndesmoseband. Für ihn ist mindestens die Saison gelaufen.

Die Wintervorbereitung danach lief aber gut. „Es gab nicht wenige Trainingseinheiten, bei denen alle übrig gebliebenen Spieler dabei waren“, sagt Frye. Der Saisonstart nach der Winterpause glückte dementsprechend auch. Mit 6:3 gewann Deuten bei Westfalia Gemen, mit 5:0 zuhause gegen Wiescherhöfen. Doch bereits gegen Gemen nahm das Verletzungspech seinen Lauf.

Deutens Kapitän Jonas Goeke ist jetzt erstmal im Urlaub.

Deutens Kapitän Jonas Goeke ist jetzt erstmal im Urlaub. © Joachim Lücke

Niklas Polhuis musste nach 79 Minuten ausgewechselt werden, er zog sich eine Bänderverletzung zu. Kurz darauf fielen auch Kujtim Arifaj mit einer Schambeinentzündung und Nico Mueller aus, der immer wieder Probleme an der Wade hat.

Am Wochenende dann die Schreckensnachricht: Deutens Spielgestalter Nils Falkenstein verletzte sich schwer. Er trug nach einem Zweikampf einen Bruch am Wadenbeinkopf und einen Anriss des vorderen Kreuzbandes davon. Auch für ihn bedeutet diese Verletzung das Saisonaus. Bereits nach dem Spiel am Sonntag sagte Frye: „Diese Verletzung tut uns mächtig weh.“

Und als wäre das noch nicht genug, verletzte sich am Sonntag ebenfalls Mike Berger, als er in der Reserve aushalf. Er zog sich einen Muskelfaseriss zu. Vangjel Frasheri (krank) und Jonas Goeke (Urlaub) werden Deuten ebenfalls mindestens im kommenden Spiel fehlen. Dazu kommt Luca Tomicki, der seit Mai letzter Saison nicht mehr spielen konnte. „Luca soll in ein, zwei Wochen wieder im Training einsteigen.“

Kostet dem Verein eine Menge Kraft

Nimmt man die insgesamt 13 Verletzungen von Spielern aus der Deutener Reserve hinzu, steht der Verein vor schwierigen Wochen. Diese enormen Personalprobleme aufzufangen, dürfte dem gesamten Verein eine Menge Kraft kosten.

Trainer Frye bleibt dennoch optimistisch. „Dadurch, dass unser Kader so groß ist, haben wir immer noch genug Spieler, die in die Bresche springen können.“ Dazu kommt: Der Aufsteiger steht völlig überraschend auf Platz zwei. Druck hat er in dieser Saison nicht mehr. Respekt hat er dafür vor der kommenden Aufgabe beim BSV Roxel. „Das ist ein körperlich sehr robuster Gegner“, sagt er. Körperlich robust, das sind sie in Deuten gerade nicht, wenn man sich die Verletzungszahlen ansieht.

Nur eine Muskelverletzung

Ob Frye nun sein Training umstellt? „Nein. Bis auf die Verletzung von Mike haben wir keine Muskelverletzungen zu beklagen. Der Rest sind unglückliche Zweikämpfe oder haben andere Gründe.“ Aufgrund der vergangenen Jahre wird in Deuten bereits eine Menge in der Prävention von Verletzungen getan. „Wir machen viele Stretching-, Dehn- und Stabilisationsübungen“, so der Trainer.

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