Sarah Grünheid und der Hattrick im Viertelfinale des DFB-Pokals

mlzFussball

Mit 3:2 besiegten die Frauen von Arminia Bielefeld im Viertelfinale des DFB-Pokals am Mittwoch den SC Sand. Matchwinnerin war die Dorstenerin Sarah Grünheid.

Dorsten

, 04.06.2020, 12:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Viertelfinale des DFB-Pokals kam es am Mittwoch beim Spiel zwischen Arminia Bielefeld und dem SC Sand auch zum Duell zweier Spielerinnen aus Dorsten. Eine von ihnen, die Hervesterin Sarah Grünheid avancierte beim 3:2-Sieg des Zweitligisten aus Ostwestfalen mit einem lupenreinen Hattrick sogar zur Matchwinnerin.

Sarah Grünheid, herzlichen Glückwunsch zum Weiterkommen und zur tollen Leistung! War das das Highlight Ihrer bisherigen Karriere?

Definitiv! Ich bin ja schon öfter aufgestiegen, aber ein Hattrick gelingt einem ja nicht alle Tage, und dann in so einem Spiel!

Wie hatten Sie Ihre Chancen gegen Erstligist Sand denn vorher eingeschätzt?

Das Spiel lief eigentlich genau so, wie wir es erwartet haben. Wir wussten, dass Sand am Wochenende schon gespielt hatte und auch da nur zu zwölft war. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr würden wir Vorteile bekommen, denn wir sind topfit.

Zur Pause hieß es trotzdem 0:1 ...

Ja. Aber bis auf den Treffer haben wir in der ersten Halbzeit nichts zugelassen. In den ersten 45 Minuten haben wir uns bewusst sehr weit fallen lassen. Das ist aber eigentlich nicht unser Spiel, und nach der Pause haben wir dann unser übliches Pressing gespielt.

Mit Erfolg. Mit Ihren Toren in der 56., 73. und 75. Minute haben Sie die Partie im Alleingang gedreht. Haben sich da tags drauf gleich interessierte Erstligisten gemeldet?

Nein, am Donnerstag nicht. Aber ich hatte schon vor der Corona-Pause fünf Anfragen.

Jetzt lesen

Ist die Bundesliga denn Ihr Ziel?

Reizvoll ist das natürlich. Aber ich weiß, dass es mit dem Fußball schnell zu Ende sein kann. Deshalb war für mich immer wichtig, dass ich parallel voll arbeiten kann und nicht erst mit 30 ins Berufsleben einsteige.

Und in Bielefeld geht das?

Ja. Ich bin seit 2016 hier und bin beruflich im Vermögensmanagement tätig. Wenn es sportlich irgendwann mal näher in Richtung Heimat ginge, wäre das auch schön. Aber in Bielefeld habe ich alles. Die Arminia bleibt immer mein erster Ansprechpartner.

Am Mittwoch stand beim SC Sand mit Dörthe Hoppius eine weitere Dorstenerin auf dem Platz. Kennen Sie sich und hatten Sie Gelegenheit zum Austausch?

Wir kennen uns sogar sehr gut. Wir haben zusammen beim VfL Bochum gespielt. Als ich noch in Dorsten wohnte, sind wir immer zusammen zum Training gefahren. Am Mittwoch hatten wir aber leider keinen nennenswerten Kontakt. Wegen Corona durften die Mannschaften sich außerhalb der Spielzeit nicht sehen oder sprechen. Aber natürlich freut man sich, wenn man sich mal wiedersieht.

Aber im Pokal kann eben nur einer gewinnen, und das waren diesmal Sie ...

Ja. Und das war natürlich schön.

Wie geht‘s weiter?

Das Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg findet am kommenden Mittwoch um 14 Uhr statt.

Dann wünschen wir da einen ähnlich guten Tag wie gegen Sand!

Vielen Dank.

Lesen Sie jetzt