Oberheim bleibt am Ring eine Macht

Motorsport

Rennfahrer Moritz Oberheim aus Schermbeck macht am Nürburgring da weiter, wo er vergangene Saison aufgehört hat.

Schermbeck

, 21.04.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Moritz Oberheim

Moritz Oberheim zeigt auch im neuen BMW M2 CS wieder seine fahrerische Klasse. © Horst Lehr

Die Saisonpremiere war noch in Eis und Schnee untergegangen. Doch als der Schermbecker Moritz Oberheim am vergangenen Wochenende bei der Nürburgring-Langstreckenserie (NLS) zum ersten Mal für sein neues Team FK Performance ins Rennen gehen konnte, da fuhr er mit seinen Teamkollegen Nico Otto und Marc Ehret prompt den ersten Sieg heraus.Im neu geschaffenen BMW M2 CS Racing Cup übernahm das Team damit auch gleich die Tabellenführung.

Jetzt lesen

Schon am Freitag lieferte Oberheim mit seiner Erfahrung wichtigen Input bei der Einstellung des Wagens und zeigte danach auf der Strecke mit einer 8:45er Zeit, was jetzt mit dem Boliden möglich war. So überholte der Schermbecker auf der Doettinger Höhe, dem schnellsten Teil der Strecke, in einem spektakulären Manöver einen der zuvor noch übermächtigen MB AMG GT3, was in der Teambox ungläubiges Staunen hervorrief.

Als Pole-Jäger gesetzt

Damit war Oberheim als Fahrer für die Jagd auf die Poleposition im entscheidenden Qualifying am Samstagmorgen gesetzt. Fehler in der Elektronik des Wagens und mehrere Code-60-Phasen, in denen er den BMW nicht ausfahren konnte, verhinderten aber zunächst gute Zeiten. Erst ganz am Ende der Session raste Oberheim mit frischen Reifen doch noch in 8:43.239 min die so wichtige erste Pole der Saison.

Im Rennen büßte Startfahrer Nico Otto die Führung auch wegen nachlassender Reifen aber bald wieder ein, und das Team entschloss sich, ihn schon nach fünft statt der üblichen sechs Runden zum Wechsel in die Box zu holen.

Strategischer Vorteil

Moritz Oberheim übernahm das Cockpit und hatte durch den früheren Wechsel einen entscheidenden strategischen Vorteil. Ohne direkte Zweikämpfe mit seinen Mitbewerbern im Cup konnte er praktisch frei fahren, und diese Chance nutzte der Schermbecker gnadenlos aus. Mit immer schnelleren Zeiten pulverisierte er den Vorsprung und lag schon nach wenigen Runden virtuell in Führung.

Moritz Oberheim

Moritz Oberheim durfte mit dem ersten Renneinsatz für FK Performance hoch zufrieden sein. © Privat

Das gab ihm noch einen Extraschub, und er brannte auch im zweiten Teil seines Doppelstints konstant weiter 8:50er Runden in den Eifelasphalt. Schlussfahrer Marc Ehret sicherte die Führung routiniert ab und lenkte den gelben BMW M2 CS Racing mit der Startnummer 875 unter dem Jubel des Teams sicher als Sieger über die Ziellinie.

Jetzt lesen

Moritz Oberheims Fazit fiel entsprechend euphorisch aus: „Das war rundum ein Superwochenende. Wir haben im ersten Rennen direkt auch den Klassensieg geholt. Das ist der perfekte Einstand für unser Team.“

In zwei Wochen gilt es, dieses Ergebnis am 1. Mai im 62. Eibach ADAC ACAS Cup zu bestätigen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt