Schermbecks A-Junioren sind praktisch abgestiegen

mlzJugendfußball

Die U17-Juniorinnen des SSV Rhade und die U19-Junioren des SV Schermbeck kämpfen in dieser Saison gegen den Abstieg. Der SVS hat diesen Kampf so gut wie verloren.

Schermbeck, Rhade

, 09.04.2019, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

U19-Landesliga 2

SV Schermbeck - Westfalia Herne

2:3 (1:0)

In der Kabine hatten viele Spieler Tränen in den Augen. Die U19-Junioren des SV Schermbeck wussten nach dem 2:3 gegen Westfalia Herne am Sonntag: Das dürfte der Abstieg aus der Landesliga gewesen sein.

Fünf Spieltage vor Saisonende haben die Schermbecker nun zehn Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, eingenommen just von der Westfalia aus Herne. Mit einem Sieg hätte der SVS den Rückstand auf vier Zähler verkürzen können. So bleibt die Gewissheit, dass der Klassenerhalt nur noch rechnerisch zu schaffen ist. „Dazu“, so Schermbecks Trainer Christopher Pache, „müssten wir aber alle Spiele gewinnen, weil die Konkurrenz auch noch punkten wird.“ Und den Glauben an eine solche Siegesserie haben weder Pache noch seine Spieler − gerade nach einer Niederlage wie der gegen Herne.

„Es war wie immer in den letzten Wochen“, sagte Pache. Sein Team fand gut ins Spiel und ging durch Mel Gerner sogar früh in Führung (4.). Anschließend verpasste es der SVS aber, diese Führung auszubauen. „Und wenn wir das nicht schaffen, wird es hinten raus brutal schwer“, erklärte Christopher Pache, was auch gegen Herne wieder passierte.

Die Köpfe gingen runter

In der 59. Minute kamen die Gäste zum Ausgleich. „Und dann“, so Pache, „sind bei uns sofort wieder alle Köpfe runter gegangen.“ Die Folge: Herne übernahm vollständig das Kommando und schenkte den Schermbeckern noch zwei weitere Treffer ein (71., 75.). Erst danach fanden die Gastgeber wieder aus ihrer Lethargie zurück. „Da haben sie wieder richtig Fußball gespielt“, sagte Christopher Pache. Sergen Uguz gelang der Anschlusstreffer (78.), und der SVS stand kurz vorm Ausgleich. Doch der wollte nicht mehr fallen.

Was das bedeutet, war allen Schermbeckern klar. „Wir müssen für die Bezirksliga planen“, erklärte Christopher Pache. Denn der Klassenerhalt wäre in seinen Augen jetzt „mehr als ein Wunder“.

U17-Regionalliga

SSV Rhade - Arminia Bielefeld

0:1 (0:0)

Futsal und Deutsche Meisterschaft waren gestern, inzwischen hat die U17-Mädchen des SSV Rhade der Regionalliga-Alltag eingeholt. Und da bleibt es für das Team von Trainer Mike Lerche spannend.

Mit einem Sieg hätten die Rhaderinnen die Gäste aus Ostwestfalen in der Tabelle überholen können. So aber rutschte der SSV auf den neunten Rang ab, einen Rang vor den Abstiegsrängen, und der Vorsprung beträgt nach dem Punktgewinn des MSV Duisburg gegen den 1. FC Köln nur noch vier Zähler.

Allerdings haben die Rhaderinnen ein Spiel weniger absolviert als die Duisburger Zebras und sogar drei weniger als der Vorletzte SV Bedburg-Hau. In den nächsten Wochen hat es Rhade zudem in direkten Duellen gegen die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt selbst in der Hand, sich in sicherere Gefilde abzusetzen. Am kommenden Samstag (13. April) muss der SSV beim Tabellenschlusslicht DJK Wacker Mecklenbeck antreten. Ein Sieg ist dort Pflicht, Mecklenbeck hat es im bisherigen Saisonverlauf gerade einmal auf fünf Zähler gebracht − allesamt durch Unentschieden.

Nach der Osterferien-Pause kommt es dann am 2. Mai (Donnerstag) in Rhade zum möglicherweise vorentscheidenden Duell gegen den MSV Duisburg. Mike Lerche weiß: „Das sind Matchbälle.“ Doch er warnt davor, die beiden Gegner zu unterschätzen.

Rhade traf viermal Aluminium

Denn auch gegen Bielefeld hatten sich die Rhaderinnen viel vorgenommen. „Die Mädchen haben aber die von mir angesprochenen Bielefelder Schwachpunkte einfach nicht genutzt“, ärgerte sich Lerche. Allerdings war auch viel Pech mit im Spiel. Viermal trafen die Rhaderinnen Aluminium, doch der Ball wollte einfach nicht ins Arminia-Tor. Bielefeld dagegen sei ganze zweimal vor dem Rhader Tor gewesen, sagte Lerche. Und einmal, in der 44. Minute, klingelte es.

Lesen Sie jetzt