So starten die Sportschützen Raesfeld in ihre dritte Bundesliga-Saison

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Im Bundesliga-Kader der Raesfelder Luftpistolenschützen hat es keine gravierenden Veränderungen gegeben, auf der Trainerposition schon.

Raesfeld

, 02.10.2019, 13:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der bisherige Trainer Jan Brink hatte aus beruflichen Gründen schon in der vergangenen Saison einige Wettkämpfe verpasst. Anfang des Jahres war dann klar, dass sich Beruf und Trainertätigkeit nicht mehr vereinbaren ließen, und der Raesfelder Vorstand ging auf die Suche nach einem Nachfolger. Den fanden sie nicht. Dafür aber eine überaus kompetente Nachfolgerin.

Mehrfache Welt- und Europameisterin

Margit Höller kannten die Raesfelder schon lange. Als Landestrainerin des Rheinischen Schützenbundes hatte sie auch Matthias Halke, Mitglied des Raesfelder Bundesliga-Kaders, trainiert. Man kannte sich also, und über Höllers sportliche Reputation musste man auch nicht lange reden. 1986 wurde sie Junioren-Europameisterin im Einzel und mit der Mannschaft. Es folgten Olympia-Teilnahmen 1988 in Seoul und 1992 in Barcelona, etliche Deutsche sowie Europa- und Weltmeistertitel. Beim Rhenischen Schützenbund arbeitete die Diplom-Trainerin für Sportschießen lange Jahre als Landestrainerin.

“Als Sportschütze ist man viel unterwegs“

Die relativ große Entfernung zwischen Raesfeld und ihrem Wohnort im Oberbergischen sieht Margit Höller nicht als Problem: „Als Sportschütze ist man eh sehr viel unterwegs.“

So starten die Sportschützen Raesfeld in ihre dritte Bundesliga-Saison

Margit Höller leitete im Juni erstmals das Training der Raesfelder Luftpistolen-Schützen. © Leistner, Andreas

Im Juni hat die neue Trainerin ihr Team erstmals zusammen gerufen und ist von dessen Qualitäten überzeugt: „Die Leistungsträger sind alle geblieben. Ich muss da im Grunde nur noch Feinheiten rauskitzeln. Wenn wir das abrufen, was wir können, bin ich sehr optimistisch, dass wir unser Saisonziel erreichen.“

Das heißt diesmal ganz offensiv „Teilnahme am Bundesliga-Finale“. Im Vorjahr war Raesfeld erstmals in die Runde der besten Acht deutschen Teams eingezogen. „Damals“, so Margit Höller, „hat sich das aber erst im Laufe der Saison so entwickelt. Diesmal gehen wir das ganz offensiv an.“

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Zum Auftakt gegen Bassum und Brühl

Zum Auftakt haben sie im ersten Wettkampf an diesem Wochenende wie schon im Vorjahr ein Heimspiel. In der Sporthalle Zum Michael treten sie am Samstag um 18 Uhr gegen den SV Bassum an, am Sonntag folgt dann um 13 Uhr das Duell gegen den Brühler SC. Zwei Gegner, die Raesfeld auf dem Weg zum Bundesliga-Finale eigentlich schlagen muss. Das erzeugt natürlich Druck, doch Margit Höller bereitet das keine Sorgen: „Bassum ist der schwierigere Gegner. Aber wir schauen nur auf uns. Meine Aufgabe ist es, dass unsere Schützen mutiger sind. Sie müssen nur abrufen, was sie können.“

Die Wettkämpfe der 1. Bundesliga Nord beginnen in der Sporthalle „Zum Michael“ am Samstag um 13 und am Sonntag um 9 Uhr.