Sensation im Westfalenpokal

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Das darf man getrost eine Sensation nennen: Im Viertelfinale des Westfalenpokals haben die Frauen des SSV Rhade am Mittwoch beim Regionalligisten SV Berghofen gewonnen.

Rhade

, 28.11.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Regionalliga-Dritter gegen Westfalenliga-Siebten – die Rollen im Viertelfinale des Westfalenpokals der Frauen waren am Mittwoch klar verteilt. Der SV Berghoffen war haushoher Favorit, der SSV Rhade krasser Außenseiter. Doch das war nur die Theorie, die Praxis sah anders aus.

Westfalenpokal-Viertelfinale

SV Berghofen - SSV Rhade

3:5 n.E. (0:1; 1:1)

Rhades Trainer Dirk Bessler hatte offenbar den richtigen taktischen Schlüssel gefunden, um die Gastgeberinnen nicht ins Spiel kommen zu lassen, und seine Spielerinnen setzten die Vorgaben ihres Trainers hervorragend um. Die lauf- und einsatzfreudigen Rhaderinnen ließen in den ersten 45 Minuten keine einzige klare Torchance der Berghofenerinnen zu, und als sich ihnen die Gelegenheit bot, schlugen sie eiskalt zu.

In der 40. Minute leitete Jule Terstegen aus dem eigenen Strafraum heraus einen sehenswerten Angriff ein und bediente Demi Ehler. Die ließ noch eine Gegenspielerin aussteigen und legte dann für Silvana Portius auf, die nur noch einschieben musste. Schon dieser 0:1-Halbzeitstand war eine große Überraschung. Es sollte nicht die letzte bleiben.

Kein Einbruch nach dem Ausgleich

Denn als Berghofen kurz nach der Pause nach einem Standard per Kopfball der Ausgleichstreffer gelang, brachen die Rhaderinnen nicht etwa zusammen, sondern spielten weiter hoch konzentriert ihren taktischen Stiefel der ersten Halbzeit weiter.

So biss sich der Regionalligist bis zum Ende der regulären Spielzeit am SSV die Zähne aus. Rhade verteidigte auch mit ein wenig Glück das Remis und erreichte so das direkt folgende Elfmeterschießen.

Und auch hier erwies sich das Rhader Nervenkostüm als das bessere. Während bei den Gastgeberinnen zwei Spielerinnen verschossen, trafen beim SSV mit Demi Ehler, Lia Karbe, Hannah Schefer und Franziska Schonebeck alle vier Schützinnen sicher und machten die Sensation perfekt.

Auslosung im Februar

Als zweiter Halbfinalist neben Rhade steht bislang nur Germania Hauenhorst fest. Die noch ausstehenden Viertelfinals werden am 8. und 15. Dezember ausgetragen. Dann stehen sich SV Bökendorf und Sportfreunde Siegen sowie Wacker Mecklenbeck und Arminia Ibbenbüren gegenüber. Die Auslosung des Halbfinales erfolgt erst im Februar 2020, gespielt wird dann im April.

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