Die Oberliga Westfalen bekommt einen straffen Spielplan

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18 Teams spielten in der Oberliga Westfalen in der nun abgebrochenen Saison 2019/20. In der kommenden Spielzeit wird die Liga allerdings deutlich voller.

Schermbeck

, 16.06.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Derzeit sieht alles danach aus, dass der TuS Haltern wieder Oberliga spielen wird. Nach der SG Wattenscheid wäre der TuS bereits die zweite Regionalliga-Mannschaft, die eine Liga runtergeht, obwohl es keine sportlichen Absteiger geben wird.

Zudem steigen mit Victoria Clarholz und der SpVgg Vreden (beide Westfalenliga 1) sowie der SG Finnentrop/Bamenohl (Westfalenliga 2) drei Teams in Deutschlands fünfthöchste Spielklasse auf. Abzüglich der beiden Aufsteiger SC Wiedenbrück und RW Ahlen wird es also nach aktuellen Stand wahrscheinlich 21 Teams in der Oberliga geben. Drei Mannschaften und sechs Spiele mehr als zuletzt.

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Für den Oberligisten SV Schermbeck bedeutet das einen erheblichen Mehraufwand. Cem Kara, Sportlicher Leiter des SVS, beteuert zwar, dass man erst abwarten müsse, ob tatsächlich 21 Teams in der kommenden Saison Oberliga Westfalen spielen, „aber 20 Mannschaften werden es garantiert sein“.

Kara erwartet nächste Woche Klarheit

Dazu gesellen sich für den SV Schermbeck Partien im Kreis- und Westfalenpokal – und das nicht nur in den neuen Runden. „Auch die alten Runden müssen wir noch zu Ende spielen“, so Kara. Der Sportliche Leiter rechnet daher mit mehreren englischen Wochen, einer verkürzten Winterpause und Spielen bis in den Juni.

Er erwartet bis zur nächsten Woche Klarheit vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW). „Der FLVW wird aber eine gute Lösung finden“, denkt Kara. Trotzdem ist er sich auch bewusst, dass einige Sachen nicht zu stemmen wären.

„Eine Partie am Mittwochabend in Erndtebrück wäre für uns nicht machbar“, sagt er. Zwischen beiden Oberligisten liegen 180 Kilometer Entfernung. „Wir müssten um 15 Uhr losfahren. Das funktioniert nicht. Unsere Spieler arbeiten schließlich alle.“

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Aber auch andere Probleme als die Terminansetzungen könnten auf den SVS warten. Mehr Spiele bedeuten auch eine höhere Belastung für die Spieler. Mit Norbert Bee haben die Schermbecker daher das Physiotherapeuten-Team vergrößert, um Muskelverletzungen vorzubeugen. Ebenfalls vergrößert hat der Verein seine Mannschaft, um mehr rotieren zu können.

Auch finanziell droht eine Mehrbelastung

Auch finanziell kann der vollere Terminkalender Probleme bereiten. Mehr Spiele können mehr Prämien für die Spieler bedeuten. Dazu kommt, dass einige Sponsoren ihre Unterstützung aufgrund der Coronavirus-Krise zurückgezogen haben. „Doch da sind wir dran“, sagt Kara. „Wir sprechen gezielt mögliche Sponsoren an. Wir wissen aber, dass das momentan schwierig ist.“

Sicher ist für den SV Schermbeck daher nur eins: Dass er mit einem Mehraufwand planen muss.

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