Super-Gau gerade noch abgewendet - Im Finale der Fußball-Stadtmeisterschaft

mlzKommentar zur Stadtmeisterschaft

Der TuS Gahlen wollte gegen den SV Schermbeck erst nicht antreten. Unser Autor Niklas Berkel kann das nicht verstehen. Er findet aber auch, dass der Modus leicht geändert werden muss.

von Niklas Berkel

Holsterhausen

, 28.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Das wäre der Super-Gau gewesen. Der TuS Gahlen wollte im Finale der Stadtmeisterschaft gegen den SV Schermbeck erst nicht antreten. Zum Glück − Glück für den Ausrichter, Glück für die Sponsoren, Glück für den Sport − haben sich Trainer und Spieler doch umentschieden.

Die Argumentation der Gahlener um Trainer Thomas Grefen ist verständlich. Ja, der TuS ging auf dem Zahnfleisch, weil einige Spieler weg mussten. Ja, der TuS hatte am Samstag die meisten Spiele, 160 Minuten Fußball an einem Tag sind sehr viel. Ja, es war warm.

Doch die Temperaturen kühlten sich bis zum Finale merklich ab. Es ist Vorbereitung: Da gilt es, auch mal den eigenen Schweinehund zu überwinden. Danach, dass die Gahlener stehend k.o. waren und nicht mehr laufen konnten, sahen sie nicht aus.

Die Probleme hätten vorher angegangen werden können, ja müssen

Und die Gahlener wussten vorher um das Problem, dass einige Spieler weg müssen. Da hätte man frühzeitig für Ersatz sorgen können. Zudem standen 18 Spieler am Samstag auf dem Spielberichtsbogen. Da hätten die Spielzeiten so koordiniert werden können, dass keiner bis zum Umfallen hätte spielen müssen.

Und vor allem: Als der TuS dann doch antrat, zeigte er eine engagierte Leistung. Es ging ja doch, dachten sich die meisten Zuschauer. Wofür dann das ganze Palaver? Auch wenn die Pfiffe bei der Siegerehrung einiger Zuschauer völlig fehl am Platz waren, so war ihr Unmut zu verstehen.

Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen: Der neue Modus war zwar besser als der alte, doch er muss so verändert werden, dass nicht ein Team an einem Tag mehr Minuten spielen muss als das andere Team.

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