SuS Hervest will die Jugend wachküssen

mlzInterview

Vor knapp zwei Wochen wählte die Mitgliederversammlung des SuS Hervest-Dorsten Kay Cipa zum neuen Vorsitzenden. Im Interview erzählt er, wie er den SuS in Zukunft aufstellen möchte.

von Niklas Berkel

Hervest

, 13.02.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SuS Hervest-Dorsten soll wieder eine Marke werden. Kleine Ziele hat sich Kay Cipa, der neue Vorsitzende des SuS, nicht gesetzt. Wie seine weiteren Ziele aussehen und wie er sie erreichen möchte, erzählt er im Interview. Außerdem gibt Cipa einen Einblick in die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum.

Kay Cipa, erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Wahl des Vorsitzenden.

Danke.

Sie sprachen bei Ihrer Wahl von einem neuen Konzept. Wie soll das im Detail aussehen?

Wir wollen vermehrt auf junge Spieler setzen, nicht zwingend nur aus dem Dorstener Raum. Außerdem soll die Beziehung zwischen Senioren- und Jugendabteilung wieder gestärkt werden.

Wie wollen Sie das erreichen? Der SuS hat derzeit nicht einmal eine B- und A-Jugend...

Das stimmt. Wir wollen aber Gas geben, damit wir spätestens in zwei, drei Jahren wieder Jugendmannschaften in diesem Bereich stellen können. In den vergangenen Jahren ist unsere Jugendarbeit ein bisschen eingeschlafen, die müssen wir wieder wachküssen.

SuS Hervest will die Jugend wachküssen

Bis vor knapp einem Jahr stand Kay Cipa (l.) auch noch selber für den SuS Hervest auf dem Platz. Mittlerweile gestaltet er die Geschicke aus dem Hintergrund. © Joachim Lücke

Gerade mit einem Ascheplatz ist es doch nicht gerade leicht, Jugendliche zu überzeugen, für den Verein spielen zu wollen?

Das stimmt. So ein Ascheplatz kann junge Menschen abschrecken. Deshalb müssen wir andere Wege finden, wie wir sie für uns gewinnen können.

Wie sehen diese Wege aus?

Wir wollen den SuS wieder zu einer Marke machen. Früher war Hervest wie eine große Familie. Wir hatten Leute, die Bock hatten, für uns aufzulaufen. Das müssen wir wieder hinbekommen. Nicht, dass es jetzt nicht mehr so wäre, wir müssen das aber wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Außerdem wollen wir noch mehr Sponsoren mit ins Boot holen, damit wir auch mal die Möglichkeit haben, unsere Jugendlichen und Spieler für ihren Einsatz zu belohnen. Wir müssen den SuS einfach wieder schmackhaft machen. Außerdem wollen wir einige Aktionen starten.

Wie sehen solche Aktionen aus?

Für den Sommer hatten wir zum Beispiel die Idee eines Sommerfestes. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Wichtig ist: Die Ideen sind da und ich habe ein Team hinter mir, das Feuer und Flamme für die Aufgabe ist.

In diesem Jahr feiert Ihr Verein sein 100-jähriges Bestehen. Was ist da geplant?

Sicher ist, dass wir im Sommer ein ganzes Wochenende feiern wollen. Am Freitag haben wir ein Spiel gegen eine Dorstener Stadtauswahl geplant. Am Samstag soll es einen Jugendtag geben. Nachmittags spielen dann die zweite Mannschaft und die Alten Herren gegen Teams des BVH Dorsten, um die stetig besseren Beziehungen zwischen unseren beiden Clubs zu dokumentieren, und am Sonntag folgt dann der offizielle Teil. Aber bei den genauen Details wollen wir uns noch nicht in die Karten schauen lassen.

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