SV Hardt, RW Deuten und der BVH stehen im Achtelfinale

mlzFußball-Kreispokal

Von den sechs heimischen Teams, die am Donnerstag im Kreispokal antraten, haben drei das Achtelfinale erreicht. Der SV Hardt und RW Deuten zeigten sich dabei besonders in Torlaune.

von Armin Dille, Ralf Weihrauch, Andreas Leistner

Dorsten

, 15.08.2019, 21:58 Uhr / Lesedauer: 4 min

Kreispokal, 3. Runde

TuS Velen - RW Deuten 0:5 (0:3)

Gegenüber dem Meisterschaftsspiel am Sonntag gegen Senden hatte Frank Frye die Mannschaft auf vielen Positionen neu aufgestellt. Das lag zum einen daran, dass einige Spieler aus beruflichen Gründen Probleme hatten, pünktlich in Velen zu sein. Zum anderen hatten sich andere Spieler nach der langen Vorbereitung auch mal eine Pause verdient.

Das kann im Pokal schon mal schief gehen, doch die Deutener haben dem TuS Velen schnell den Wind aus den Segeln genommen Mit Jonas Goekes Führungstreffer in der elften Minute war den Deutenern der erste Druck schon einmal genommen. Auf dem Velener Rasen ließen sich die Gäste auch weiterhin nicht in die Suppe spucken, und machten mit einem Doppelschlag schon alles klar. Samy Mertens traf in der 30. Minute zum 2:0, und nur zwei Minuten später erhöhte Kujtim Arifaj schon zum 3:0- Halbzeitstand.

Frank Frye leistete sich in der Pause den Luxus und nutzte sein gesamtes Wechselpotenzial. Die vier neuen Spieler durften sich schnell am Torjubel beteiligen, denn Kevin Vengels schoss schon in der 47. Minute zum 4:0 ein. Als Samy Mertens in der 63. Minute seinen zweiten Treffer zum 5:0 erzielt hatte, ließen es die Deutener auch gut sein. Am Sonntag geht es für die Rot-Weißen zum schweren Meisterschaftsspiel beim SV Herbern.

SV Hardt - Westfalia Gemen 4:2 (4:0)

Nicht wiederzuerkennen war die Elf des Hardter Trainers Martin Stroetzel im Vergleich zur Heimpleite am vergangenen Sonntag zum Meisterschaftsauftakt gegen den SV Herbern. Vom Start weg setzten die Hardter die Gäste aus Borken unter Druck und gewannen viele Zweikämpfe.

Schon früh hätte Christopher Seiffert den SV Hardt in Führung bringen können, bekam den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle, so dass der Gästekeeper retten konnte (2.). Vier Minuten später eine klasse Hereingabe des starken Jannis Scheuch, Alex Buda ließ das Leder durch und Michel Abelmann traf aus kurzer Distanz zur Hardter 1:0-Führung.

Und die Hardter ließen nicht locker. Nach einer zu kurzen Abwehr der Gäste nahm Niklas Scheuch den Ball volley und jagte ihn aus 20 Metern zum 2:0 ins Gemener Tor (8.). Erneut eine Hereingabe von Jannis Scheuch und Hendrik Brokamp schob aus kurzer Distanz zum 3:0 für den SV Hardt ein (19.). Weiter viele gewonnene Zweikämpfe für die alles in allem überzeugend aufspielenden Hardter, aus denen sich Chancen ergaben. Eine Vorarbeit des durchsetzungsfreudigen Tim Wellers ging voraus, nach der dann Jannis Scheuch frei zum Kopfball kam und auf 4:0 erhöhte (24.). Nach einer Beleidigung seines Gegenspielers sah Gemens Necati Güclü den roten Karton (28.), so dass die Gäste bereits in Unterzahl und ohne eine echte Torchance gehabt zu haben in die Halbzeitpause gingen. Nach dem Wiederanpfiff verflachte die Partie. Tormöglichkeiten der Hardter wurden seltener, Keeper Stefan Schröder bekam in Minute 62 den ersten Schuss der Gäste auf sein Tor, den er aber problemlos meisterte. In der Schlussphase ließ die Konzentration der Hardter dann nach. Die Abwehr ließ Gemens Patrick Janert laufen, der zum 1:4 traf (89.). Und Christoph Springenberg legte das 2:4 aus Gästesicht nach (90.), Schröder war bei beiden Treffern chancenlos.

BW Wulfen - BOR-Hoxfeld 1:2 (1:1)

Gegen den Bezirksligisten bestimmten die Blau-Weißen vor allem in der zweiten Halbzeit weitgehend das Geschehen, verstanden es aber nicht, aus ihren Chancen Kapital zu schlagen. Allein Stanislav Ziegler hätte sein Team mindestens noch ins Elfmeterschießen bringen können. Doch einmal schoss er nach einem Patzer des Hoxfelder Keepers etwas überhastet am leeren Tor vorbei (72.) und in der Schlussminute rutschte ihm bei einem Kopfball aus kurzer Distanz der Ball über den Kopf.

Schon in der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber aus der 1:0-Führung durch Sebastian Gabor (11.) kein rechtes Kapital geschlagen, denn nur drei Minuten später kamen die Gäste zum Ausgleich. Als Wulfens Abwehr Mitte der zweiten Halbzeit nach einem abgewehrten Ball aufrückte, ho ein Verteidiger das Abseits auf, ein Borkener Stürmer stand bei einer hohen Flanke von rechts frei am zweiten Pfosten und traf zum 1:2 (64.).

SuS Hervest - BVH 1:3 (0:1)

Der Hervester Trainer Alesandro Roccaro wollte seinen B-Liga Kickern keinen Vorwurf machen: „Wir haben gut mitgehalten. Allerdings sind wir vor dem gegnerischen Strafraum meist in Schönheit gestorben. Statt den Abschluss zu suchen, haben wir den Ball noch drei Mal mit der Hacke gespielt.“

In der ersten Halbzeit war das Spiel über weite Strecken ausgeglichen. Als alles schon nach einer torlosen ersten Hälfte aussah, gelang dem BVH Dorsten doch noch der Führungstreffer. Dabei brauchten sie aber die Unterstützung von Hervests Nilsson-Glenn Kopitz, der den Ball beim Verteidigungsversuch ins eigene Tor lenkte.

Auch nach dem Seitenwechsel waren die Gäste zwar etwas besser, aber nicht drückend überlegen. Vor allem nutzten sie ihre Chancen viel besser. In der 69. Minute vertändelten die Hervester vor dem BVH-Strafraum einen Ball, und der direkte Gegenzug brachte das 0:2 durch Jonah Vospohl. Auch vor dem 0:3 durch Sammy Katnik verloren die Platzherren in der BVH-Hälfte den Ball. In der Schlussminute holte BVH-Keeper Marvin Reka den Hervester Stürmer Ahmet Yesilmen von den Beinen, und Justin Vieth verwandelte den Strafstoß sicher.

GW Barkenberg - VfB Hüls 0:2 (0:0)

Trainer Holger Lehmann war trotz der Niederlage hoch zufrieden: „Wir haben uns taktisch sehr gut verhalten und gegen einen Bezirksligisten auf Augenhöhe mitgespielt.“ Barkenbergs Manko: die Chancenverwertung.

Schon in der Anfangsphase hatten die Grün-Weißen drei hochkarätige Einschussmöglichkeiten und einen Kopfball von Gabriel Bernt an den Außenpfosten (22.). Auf der anderen Seite hatte GWB aber auch Glück, dass der Schiedsrichter einen VfB-Treffer wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht gab.

Nach der Pause nutzte Hüls zwei individuelle Barkenberger Fehler zur Entscheidung (52., 83.). Chancen zum Ausgleich waren aber auch in dieser Halbzeit da.

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