SV Schermbeck beendet seine Durststrecke

Fußball

Die Fußballer des SV Schermbeck haben ihre Durststrecke in der Oberliga beendet. Das 4:3 gegen Gütersloh war der erste SVS-Sieg seit acht Spielen. In der Landesliga 4 hat der SV Dorsten-Hardt dagegen einen weiteren Nackenschlag erhalten und das Kellerduell in Hamm trotz 3:1-Führung verloren.

DORSTEN / SCHERMBECK

29.11.2015, 20:23 Uhr / Lesedauer: 4 min

Oberliga Westfalen SV Schermbeck - FC Gütersloh 4:3 (1:2)

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Gastgeber, denn schon in der zweiten Minute verwertete Tim Dosedal ein Zuspiel Max Bönighausens zur frühen Führung. Der Rückenwind durch dieses Tor verflüchtigte sich aber nach einer Viertelstunde. Gütersloh gelang es nun, das Schermbecker Angriffsspiel früher zu unterbinden.

Mit einem ihrer ersten Angriffe in der 31. Minute fiel auch der Ausgleich. Nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld war Keeper Tim Krückemeier zu spät am Ball, Sherif Alassane spitzelte die Kugel ins Tor.

Gütersloh hatte nun die Oberhand, weil die Schermbecker zu viele Fehler in ihr Kombinationsspiel einbauten, sodass der FC immer öfter in Ballbesitz kam. Nach einem langen Freistoß aus dem Mittelfeld bekamen die Platzherren den Ball nicht aus dem, Strafraum und Lars Schröder schoss aus elf Metern ein.

Die Gäste hatten auch gleich nach dem Wiederanpfiff eine dicke Chance durch Dastin Szymaski, der aber am glänzend reagierenden Tim Krückemeier scheiterte. Im Gegenzug folgte der Ausgleich: Marek Klimczok schlug einen Freistoß in den Strafraum, den Dosedal mit dem Kopf verwertete.

Es war nun eine temporeiche und offene Partie mit optischen Vorteilen für die Platzherren. Die Gütersloher wussten aber auch, Akzente zu setzen und hatten ihre Chancen. Schermbecks Jannis Scheuch vergab eine Riesenmöglichkeit, als er einen Kopfball aus ganz kurzer Distanz nicht richtig traf (61.). Doch in der 66. Minute machte er alles richtig. Sahin Bastürk legte den Ball auf und von der rechten Strafraumseite schlenzte ihn Scheuch ins lange Eck.

Die Freude an der erneuten Führung währte aber nicht lange. Bei einem Konter sah die SVS-Defensive nicht gut aus, sodass Nico Schürmann zum 3:3 ausglich. Die Schermbecker zeigten aber Nehmerfähigkeiten. Sie spielten mit großem Selbstbewusstsein und viel Energie weiter. Tim Dosedal setzte zwar einen Kopfball ins Tor, stand dabei aber ganz knapp im Abseits (72.).

Der Schermbecker Torjäger wurde mit seinem dritten Treffer in der 79. Minute aber doch noch zum Matchwinner. Der Ball landete nach einem Gewühl im Strafraum vor seinen Füßen und vom Innenpfosten prallte die Kugel zum 4:3 ins Tor.

Damit war aber die Partie noch lange nicht entschieden. Die Gütersloher setzten nun zu einer Schlussoffensive an. Aufgrund der nunmehr 16 Gegentore in drei Spielen hatten die SVS-Fans auch allen Grund, bis zum Schlusspfiff zu zittern.

SVS: Krückemeier, Klimczok, Nehlson (46. Bastürk), Turgut, Scheuch, Esen (80. Niehoff), Akyildiz, Niedzicki, Bönighausen, Kissi, Dosedal (87. Letina).

Tore: 1:0 Dosedal (2.) 1:1 Alasdsane (28.), 1:2 Schröder (35.), 2:2 Dosedal (50.), 3:2 Scheuch (66.), 3:3 Schürmann (69.), 4:3 Dosedal (79.).

Landesliga 4 Hammer SpVg. II - SV Hardt 5:4 (1:2)

Bei neun Toren wundert es nicht, dass der Hardter Trainer Marc Wischerhoff von einer intensiv geführten Partie sprach. Sie begann ganz nach dem Geschmack der Gäste, denn in der vierten Minute verwertete Christopher Seiffert eine Vorarbeit Pascal Pfeifers zur Führung. Doch nur sieben Minuten später folgte der Ausgleich, als die Hardter Abwehr unsortiert stand. Jens Lensing bereitete in der 25. Minute Pascal Pfeifers erneute Führung vor.

Pfeifer traf zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff zum 3:1 und traf auch noch kurz darauf den Innenpfosten. Emre Demir verkürzte in der 65. Minute für die Gastgeber.

In der Folge kamen die Hammer immer wieder mal zu Möglichkeiten. Ein Doppelschlag brachte die Gäste ins Hintertreffen: Dennis Brinkwirth köpfte in der 76. Minute nach einer Ecke den Ausgleich und eine immer länger werdende Flanke Robert Ficheras landete zum 4:3 im Tor (77.).

Die Hardter bekamen anschließend nicht mehr richtig die Kurve zu einer Schlussoffensive, kassierten stattdessen das 3:5 durch Demir. Patrick Siegles Tor verhinderte nicht mehr den Sturz auf einen Abstiegsplatz.

Hardt: Schmid, Lensing, Hennebach, Jansen, Siegle, Seiffert (30. Mitrentsis), Mertens, Adolf (61. Königshausen), Brefort (74. haarmann), Meinberg, Pfeifer.

Tore: 0:1 Seiffert (4.), 1:1 Demir (11.), 1:2 Pfeifer (25.), 1:3 Pfeifer (55.), 2:3 Demir (65.), 3:3 Brinkwirth (76.), 4:3 Fichera (77.), 5:3 Demir (90.), 5:4 Siegle (90.+3).

Bezirksliga 11 TSG Dülmen - TuS Gahlen 1:2 (1:1)

Schon nach zwei Minuten sorgten die Gahlener für das erste Ausrufezeichen der Partie. Sven Igelbüscher markierte auf Vorarbeit von Danny Kittner die frühe Führung für den Außenseiter. Der bestach vor allem durch unbändigen Kampfgeist. „Die Jungs haben sich in jeden Ball geworfen und gekämpft bis zum Umfallen“, lobte Trainer Björn bennies seine Spieler.

In der 30. Minute glichen die Gastgeber trotzdem zum 1:1 aus und nahmen dieses Ergebnis mit in die Pause. Nach dem Seitenwechsel fiel der TSG gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gahlener weiterhin nicht viel ein. Chancen des Favoriten blieben Mangelware. Erst in der Schlussphase geriet die Gahlener Hintermannschaft unter Druck, als Dülmen sein Glück immer wieder mit hohen Flanken in den Strafraum versuchte.

Da lag der TuS durch einen Treffer von Jens Dahlhaus aber schon 2:1 in Führung (70.). Dahlhaus hatte sogar die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, schoss bei einem Konter aber knapp übers Tor. Doch das störte am Ende im Gahlener Lager keinen mehr.

TuS: Wrobel; Kötter, Lachs, Wenderdel, Lindner, Kittner (85. Rarek), Werner (90. Kersting), F. Dahlhaus, J. Dahlhaus, Marrali (80. Vengels), Igelbüscher.

Tore: 0:1 Igelbüscher (2.); 1:1 (30.); 1:2 J. Dahlhaus (70.).

Frauen-Landesliga 3 SSV Rhade - C. Flaesheim 1:1 (1:1) Auf der zunächst gut bespielbaren Asche kamen die Rhaderinnen zu den ersten Tormöglichkeiten. Luisa Strauch wurde jedoch im gegnerischen Strafraum abgeblockt (20.) und Jule Terstegen bekam bei ihrem Torschuss nicht genügend Druck hinter den Ball (25.). Nur das Außennetz des Concordia-Tores traf Luisa Strauch, nachdem sie die gegnerische Torfrau umspielt hatte, aber aus zu spitzem Winkel zum Schuss kam (32.). Lediglich drei Minuten später setzte sich Strauch dann gegen die Flaesheimer Verteidigung durch und markierte per Rechtsschuss die nicht unverdiente 1:0-Führung für die Gastgeberinnen.

Ein langer Pass durch die Schnittstelle der Rhader Abwehr fand kurz vor der Pause Flaesheims Alina Nörenberg, die aus spitzem Winkel den 1:1-Halbzeitstand erzielte – Alexandra Bollenberg war chancenlos.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Flaesheim bei strömendem Regen auf dem immer tiefer werdenden Ascheplatz den Druck. Nun war ein ums andere Mal die Rhader Abwehr um die mit Übersicht agierende Kerstin Lechtenberg gefordert. Es blieb beim gerechten Remis.

SSV: Bollenberg; Lechtenberg, Heisterklaus, Emming, Pagels, Müssner, Strauch, Portius, Terstegen, Nienhaus, Michaelis (56. Jasper).

Tore: 1:0 (34.) Strauch, 1:1 (43.) Nörenberg.

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