SV Schermbeck startet endlich in die Liga – Torwart des Gegners ließ mit einem Doppelpack aufhorchen

mlzFußball

Der SV Schermbeck startet nach der Corona-Quarantäne am dritten Spieltag endlich in die Liga. Auf das Team von Trainer Sleiman Salha wartet mit dem TuS Ennepetal eine harte Nuss.

von Ralf Weihrauch

Schermbeck

, 19.09.2020, 06:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im ersten Meisterschaftsspiel nach der Corona-Quarantäne erwartet die Schermbecker gleich ein schwerer Gegner. Gegen Ennepetal hat der SVS seit Ewigkeiten kein Pflichtspiel mehr gewonnen.

Oberliga Westfalen

TuS Ennepetal - SV Schermbeck

So., 15 Uhr, Bremenplatz 33, 58256 Ennepetal.

In der Vorbereitung gab es allerdings einen 2:1-Testspielsieg im Bremenstadion. Doch dieses Ergebnis wollen weder SVS-Trainer Sleiman Salha noch Ennepetals Sportlicher Leiter Thomas Riedel als Maßstab nehmen. Beide Mannschaften steckten mitten in der Testphase und bestritten an besagtem Wochenende sogar mehrere Spiele.

Jetzt lesen

Salha freut sich zwar auf die Partie, weiß aber auch um die Defizite seiner Mannschaft: „Bei uns ist keiner wirklich fit. Sechs Stammspieler trainieren erst wieder seit Donnerstag, drei kommen zum Abschlusstraining am Freitag dazu.“ Selbst diejenigen, die nach der Beendigung ihrer Quarantäne im Pokalspiel in Weseke dabei waren, klagten im Laufe des Spiels noch über Corona-Symptome: „Einige bemerkten dann doch noch einen leichten Druck auf der Lunge.“

Dennoch sind alle Schermbecker Kicker am Sonntag einsatzbereit. Lediglich Fatmir Ferati fehlt noch, da die Behandlung seines Muskelfaserrisses durch die Quarantäne ins Stocken gekommen war.

Der Schermbecker Trainer wird trotz der konditionellen Einschränkungen wenig an der gewohnten Taktik ändern: „Wir wollen zwar erst einmal sehen, was Ennepetal uns anbietet, aber grundsätzlich werden wir unseren Stil durchziehen. Ich rechne sogar damit, dass ich in der Pause vier Spieler auswechseln werde, um das durchzuhalten.“

„Schermbeck wird motiviert sein“

Ennepetals Sportlicher Leiter Thomas Riedel glaubt nicht, dass die lange Schermbecker Pause ein Vorteil für die Gastgeber ist: „Das Gegenteil könnte sogar der Fall sein. Die Schermbecker sind sicher hoch motiviert und wollen gut in die Meisterschaft kommen.“

Jetzt lesen

Riedel bewertet den SVS eher an der zweiten Halbzeit des Westfalenpokal-Finales gegen Meinerzhagen als an den momentanen Umständen: „Die Mannschaft spielt hartnäckig und offensiv. Man merkt auch, dass der Kader gut verstärkt wurde.“

Der TuS hat bislang vier Punkte geholt, dabei aber fünf Tore kassiert. Riedel hat das nicht ganz gepasst: „So viele Gegentore sind ein Ärgernis. Die Gegner waren aber so offensiv, dass sich die Begegnungen so entwickelt haben.“

Keeper schoss einen Doppelpack

Beim 3:3 in Paderborn rettete der Keeper Marvin Weusthoff, immer noch einer der stärksten Torhüter der Liga, mit zwei Strafstoß-Toren in den letzten acht Minuten noch das 3:3-Unentschieden. Die Ennepetaler werden weiter auf ihre langzeitverletzten Leistungsträger Florian Schneider, Cedrick Hubka und Ibrahim Lahchaychi verzichten müssen.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt