Beim Schermbecker Test fallen acht Tore

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Nach dem knappen 1:0 auf Schalke hat der SV Schermbeck am Donnerstag ein deutlich torreicheres Testspiel hingelegt.Beim SV Dorsten-Hardt stand unterdessen abermals die Null.

von Ralf Weihrauch, Andreas Leistner

Schermbeck, Dorsten, Erle

, 23.01.2020, 22:03 Uhr / Lesedauer: 3 min

Testspiele

FC Kray - SV Schermbeck

4:4 (2:3)

Erneut hat Thomas Falkowski in beiden Halbzeiten eine fast komplett andere Mannschaft aufs Feld geschickt. Die beiden Stürmer Dominik Milaszewski und Michael Smykacz spielten jedoch 90 Minuten durch, weil Falkowski einige Optionen testen wollte.

Die personell veränderten Abwehrreihen, Maik Habitz fehlte in Kray, standen nicht so sicher wie noch auf Schalke am Dienstag. Den Gastgebern gelang es viel zu einfach, mit langen Bällen hinter die Viererkette zu kommen. So entstanden auch die beiden Ausgleichstreffer zum 1:1 und 2:2 (30., 40.).

SVS hatte die besseren Chancen

Die besseren Chancen hatten aber erst einmal die Schermbecker, bei denen Smykacz nach einer schönen Kombination frei über das Tor schoss. Nikolaj Zugcic profitierte beim 1:0 (21.) davon, dass eine Ecke überraschend ihren Weg durch den Strafraum fand. In der ersten Hälfte gelangen den Schermbeckern einige sehr schöne Ballstaffetten. In der 33. Minute spielte Bilal Özkara den Ball von hinten raus auf Mel Gerner. Dieser lief die rechte Außenbahn entlang, flankte auf Milaszewski, der Michael Smykacz seinen ersten Treffer im SVS-Trikot auflegte. Das 3:2 erzielte Kevin Rudolph mit einem seiner gefürchteten Distanzschüsse aus etwa 20 Metern.

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Mit sieben Wechseln änderte sich auch das Schermbecker Spielsystem. Falkowski agierte nun mit einer Doppelspitze. Milaszewski und Smykacz standen sich ein paar Minuten im Weg, bevor sie dann doch eine Aufteilung fanden. Zudem kam Dominik Hanemann immer wieder aus dem Mittelfeld mit in den Krayer Strafraum.

Hanemann war es auch, der nach dem Krayer Ausgleich (58.) zum 4:3 traf (71.). Sechs Minuten vor dem Ende fiel aber noch das 4:4.

Der SVS-Trainer wirkte nach der Partie genauso unentschieden wie das Spiel: „Wir müssen noch viel an der Feineinstellung arbeiten.“

TuS Sinsen - RW Deuten

3:0 (0:0)

„In der ersten Halbzeit haben wir mindestens auf Augenhöhe mitgespielt“, sagte Deutens Cotrainer Markus Falkenstein nach dem Schlusspfiff. Über die Leistung dieser ersten 45 Minuten könne man deshalb absolut nicht klagen. Das 0:0 zur Pause war die logische Folge und absolut verdient.

Dass es nicht dabei blieb, lag an individuellen Fehlern kurz nach dem Seitenwechsel. Sinsen bestrafte beide, wie es in der Westfalenliga üblich ist – mit Toren (53., 54.).

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Fortan liefen die Gäste diesem Rückstand hinterher und mussten mit zunehmender Spieldauer die eigene Abwehr mehr und mehr öffnen. Und das, obwohl sie ab der 65. Minute zu zehnt spielen mussten. Mike Berger musste verletzt vom Feld, doch das Auswechselkontingent war zu diesem Zeitpunkt schon erschöpft. Eine Viertelstunde vor Spielende kassierten sie so dann auch den Konter zum 3:0 der Sinsener (76.).

Markus Falkenstein lobte die Spieler aber für die gezeigte Einstellung: „Trotz des Rückstandes und der Unterzahl haben sie sich nicht hängen lassen.“

Spvgg Sterkrade - SV Hardt

0:6 (0:2)

Nächster klarer Erfolg und zum nächsten Mal zu null – beim SV Hardt läuft es in der Vorbereitung. Trainer Martin Stroetzel wollte den Erfolg beim Oberhausener Bezirksligisten aber nicht überbewerten: „Wir sind in der Vorbereitung. Das sollte man nicht zu hoch hängen. Es war eine vernünftige Listung, wir haben ein paar schöne Tore geschossen. Das ist alles.“

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Einige positive Erkenntnisse nahm Stroetzel aber natürlich doch mit: „Ich habe ja immer gesagt: Wenn wir es schaffen, zu null zu spielen, können wir gute Ergebnisse erzielen. Vorne haben wir ohnehin Qualität, und da haben wir jetzt mit Luka Husmann noch einmal Qualität dazu bekommen.“

Hendrik Bromkamp brachte die Gäste nach 21 Minuten in Führung, Alexander Brefort ließ kurz darauf das zweite Tor folgen (27.). Nach dem Seitenwechsel feierte dann Neuzugang Luka Husmann sein Tordebut für den SV Hardt, und das gleich doppelt: In der 50. und 55. Minute schraubte er das Ergebnis auf 4:0. Tim Heitbreder war nach einer guten Stunde für das fünfte Tor verantwortlich (61.), und den Schlusspunkt setzte wieder Alex Brefort (82.).

A. Weseke II - E. Erle 3:1

Beim abstiegsbedrohten A-Ligisten hielten die Erler in der ersten Halbzeit sehr gut mit. Dann aber habe sich wohl die harte Trainingsarbeit der vergangenen Tage bemerkbar gemacht, mutmaßte Trainer Jürgen Bülten angesichts des Einbruchs nach dem Seitenwechsel. Eine halbe Stunde lang war die Eintracht nicht mehr im Bilde und kassierte folgerichtig zwei Gegentreffer.

Philipp Krauß verkürzte per Fernschuss noch auf 2:1. Doch in der Nachspielzeit machte Weseke den Sack dann zu (90.+3).

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