Lockdown-Lösung: Dem TC Deuten ging ein Licht auf

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Volle Tennisplätze im November? Und das auch noch zu Lockdown-Zeiten? Wie soll das gehen? Der TC Deuten machte sich Gedanken und fand eine kreative Lösung.

Deuten

, 05.11.2020, 10:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Pandemie treibt mitunter seltsame Blüten. Und Not macht erfinderisch. So auch beim TC Deuten. Der hat nicht nur die Anlage an der Birkenallee wieder hergerichtet, sondern auch eine Lösung gefunden, wie seine Mitglieder bei einbrechender Dunkelheit spielen können.

Seit Montag ist fast der gesamte Sportbetrieb in NRW zum Stillstand gekommen. Auch die Tennishallen im Land mussten schließen, was bei den Tennisspielern angesichts der großzügigeren Regelungen in den meisten anderen Bundesländern für Kopfschütteln sorgte. Auch der TC Deuten war enttäuscht, dass insbesondere das Training für knapp 50 Kinder und Jugendliche unterbrochen werden musste.

Flutlichtanlage beim TC Deuten

Die mobile Flutlichtanlage des THW Gladbeck/Dorsten sorgt beim TC Deuten für ausreichend Licht. © Privat

Aber in der Not wurde der Club kreativ und beriet sich mit Platzwart Josef Maiß. Der wollte die Außenplätze wie in jedem Jahr eigentlich zum 1. November schließen und winterfest machen. Doch angesichts der Corona-Situation fackelte Maiß nicht lange und brachte die Plätze an der Birkenallee am letzten Oktober-Wochenende noch einmal auf Vordermann.

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Anstatt Winterpause herrscht seither auf der Anlage reger Betrieb. Da die Temperaturen mitspielen, verlagern sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch die Erwachsenen ihre Aktivitäten wieder an die frische Luft. Am Dienstag und Mittwoch waren über mehrere Stunden alle vier Plätze belegt. Eine Situation, die viele Mitglieder an die Hauptsaison in den Monaten April bis September erinnerte. Natürlich wird bei aller Freude am Tennisspiel penibel auf die Einhaltung der Corona-Regeln geachtet. Erlaubt ist ausschließlich Einzel, das Clubhaus und die Gemeinschaftsräume bleiben geschlossen, die Einzelpaarungen auf den Plätzen halten deutlich Abstand zueinander. Aber immerhin darf gespielt werden. Die Deutener Mitglieder genießen es in vollen Zügen.

Problem für Berufstätige, Schüler und Studenten

Nur diejenigen, die bis zum späten Nachmittag in der Schule, in der Uni oder arbeiten müssen, guckten in die Röhre. Bis Mittwochabend. Denn da installierte der Ortsverband Gladbeck/Dorsten des Technischen Hilfswerks (THW) auf Vermittlung des Dorstener Fitnesstrainers Andreas Schilasky, dessen Sohn Marlon sich ebenfalls in Deuten fit hält, eine mobile Flutlichtanlage. Auf zwei Plätzen waren die Testspielerinnen und Testspieler am Mitwoch bis kurz nach 20 Uhr aktiv. Die riesige Freude über diese Möglichkeit war sowohl den Kids als auch den Erwachsenen deutlich anzumerken.

Platzwart Josef Maiß staunte nicht schlecht, als er am Abend das bunte Treiben unter Flutlicht beobachtete. Und er versprach: „So lange das Wetter einigermaßen mitspielt, könnt ihr weiterspielen“, was die Freude bei den Kids und Erwachsenen noch einmal steigerte.

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