Corona: Dorstens Tennisspieler wollen wieder auf die Plätze

Tennis

Die Tennisspieler in Dorsten warten mit großer Spannung auf die nächste Konferenz der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin an diesem Mittwoch (6. Mai).

von Jan-Henning Janowitz

Dorsten

, 05.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Tennisspieler als Schatten

Dorstens Tennisspieler wollen wieder auf die Plätze und hoffen auf das näcste Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer. © picture-alliance / dpa/dpaweb

Während in zehn von 16 Bundesländern bereits wieder Tennis gespielt wird, gucken die knapp 320.000 NRW-Tennisspieler aus den Verbänden Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein noch in die Röhre.

Wut in den Netzwerken

In den sozialen Netzwerken entlädt sich vielfach die Wut der Mitglieder und Trainer. Von Planlosigkeit bis zum Vorwurf der willkürlichen Entscheidungen reicht die Spannbreite. Über die Tatsache, dass Nordrhein-Westfalen immer noch nicht die Tennisplätze freigegeben hat, schütteln mittlerweile auch die drei NRW-Verbände den Kopf. Der WTV zeigt sich in einer Pressemitteilung tief enttäuscht und erhöht den Druck auf die Politik genauso wie die Verbände Niederrhein und Mittelrhein.

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Ob und in welcher Form in diesem Jahr noch Mannschaftsspiele über die Bühne gehen können, ist das zweite heiß diskutierte Thema. An Vorschlägen und Ideen mangelt es den Verbänden nicht. Bayern und Hessen haben in der letzten Woche bereits einen Vorschlag präsentiert, der in ähnlicher Form auch in Westfalen kommen könnte. Sollte die Politik den Weg für Wettkämpfe im Tennissport freimachen, wird derzeit eine freiwillige Teilnahme der Mannschaften ohne Absteiger ins Auge gefasst. Möglicherweise wird auch nur Einzel gespielt.

Abmeldungen sind möglich

In Bayern und Hessen können sich Mannschaften, die nicht teilnehmen möchten, bis Mitte Mai vom Spielbetrieb abmelden und würden im Sommer 2021 ihr erspieltes Liga-Startrecht behalten. Eine äußerst liberale Lösung, die zumindest in den verschiedenen Internetforen auf große Zustimmung stößt. Zudem könnten so die Teams individuell nach ihren Vereins- und Kaderstrukturen entscheiden, ob eine Teilnahme aus gesundheitlicher, sportlicher und zeittechnischer Sicht Sinn ergibt.

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