TuS befindet sich in „bester Lauerstellung“ – Probleme sind (h)ausgemacht

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Der TuS Gahlen wäre gerne Tabellenführer während der spielfreien Zeit. Warum es momentan nicht für ganz oben reicht, weiß das Trainerduo des A-Kreisligisten.

Gahlen

, 19.11.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Fußball-A-Kreisligist TuS Gahlen hat vor der Saison enorm aufgerüstet. Fünf Kicker wechselten aus der Landesliga zum TuS. Das große Ziel ist der Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Nach sieben Spieltagen steht Gahlen auf dem zweiten Platz. Ganz zufrieden sind die Trainer um Dominik Seemann und Thomas Grefen deshalb nicht.

„Ich würde sagen, der Saisonstart war ganz ok“, sagt Seemann. Der TuS Gahlen holte aus sieben Spielen fünf Siege, dem gegenüber stehen je eine Niederlage und ein Unentschieden. Mit 35 Toren stellen die Gahlener zudem die stärkste Offensive der Liga. Das Manko des Teams: die Defensive. „Wir bekommen zu viele und zu einfache Gegentore“, sagt Seemann.

31 Tore in fünf Spielen

Das habe sich bereits in den ersten fünf Partien gezeigt. Diese gewann der TuS alle souverän. Gegen den TuS Sinsen II siegte die Mannschaft mit 3:0, danach schossen die Gahlener nie weniger als sechs Tore: Derbysieg gegen den SV Schermbeck II (6:1), 8:3-Erfolg gegen Westfalia Gemen II, je ein 7:0-Sieg gegen den FC RW Dorsten und Istanbul Marl.

Danach folgten allerdings zwei ernüchternde Partien. Mit 0:4 unterlag der große Aufstiegsfavorit mit 0:4 dem SC Marl-Hamm. Darauf spielte Gahlen trotz einer starken ersten Halbzeit 4:4-Unentschieden gegen den TSV Raesfeld.

Zwölf Gegentore nach sieben Spielen sind für die Ambitionen des TuS zu viel. Daran gilt es, wenn es denn wieder weitergehen kann, zu arbeiten. Den Grund für die vielen Gegentreffer kennt das Trainerduo schon, die Probleme sind ausgemacht. „Wir haben unsere Spielweise im Vergleich zum Vorjahr geändert“, sagt Seemann.

Offensivfußball statt Mauertaktik

Das Team spielt nun vermehrt Angriffspressing und versucht der Favoritenrolle mit Offensivfußball gerecht zu werden. „Dann ist man hinten auch mal offener“, sagt Seemann. Manchmal reiche da schon ein langer Ball, um die Defensive auszuhebeln. Die Probleme sind also auch hausgemacht. Sobald sich die Defensive mehr und mehr einspiele, sollten diese aber der Vergangenheit angehören, ist sich der Trainer sicher.

In der vergangenen Saison, als Gahlen Zweiter wurde, lagen die Probleme noch genau umgekehrt. Mit 15 Gegentreffern nach 20 Spielen stellte der TuS die stärkste Defensive der Liga – schoss mit 54 eigenen Toren aber auch 20 weniger als der Meister VfL Ramsdorf.

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Für den TuS wird es, wenn es wieder weitergeht, darauf ankommen, seine Defensive zu stabilisieren, ohne dabei an eigener Torgefährlichkeit zu verlieren. Nur drei Punkte beträgt der Rückstand auf den Tabellenführer TSV Raesfeld. „Wir befinden uns in bester Lauerstellung“, so Dominik Seemann.

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