Wulfener Sportplatz-Landschaft steht vor großen Veränderungen

mlzDorstener Sportausschuss dikutiert

Die Dorstener Verwaltung plant gravierende Veränderungen der Wulfener Sportlandschaft. Der Sportausschuss diskutiert am Donnerstag.

Wulfen, Wulfen-Barkenberg

, 22.03.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Gravierende Veränderungen schlägt die Dorstener Stadtverwaltung für die sportliche Infrastruktur in Wulfen und Barkenberg vor. In der nächsten Sitzung des Sportausschusses werden die Vorlagen am kommenden Donnerstag (17 Uhr, Vereinsheim RW Deuten, Weseler Straße 327, Sportanlage Am Bahndamm) diskutiert.

Eine zentrale Rolle spielt der geplante Bau eines Kunstrasenplatzes auf der Anlage des 1. SC Blau-Weiß Wulfen. Die Stadtverwaltung hebt in ihrer Vorlage hierzu das hohe ehrenamtliche Engagement des Vereins und dessen große Bedeutung für den Ortsteil hervor. Nach dem „Deutener Modell“ soll die Pflege des Naturrasenplatzes auch am Wittenbrink von der Stadt auf den Verein übergehen. Nur in einem Punkt gehen die Pläne der Stadt und der Fußballer auseinander.

Matthäushalle ist „“abgängig

Weil die Matthäus-Sporthalle „abgängig“ sei, die Montessorischule aber eine Halle brauche, prüft die Verwaltung den Bau einer neuen Kleinturnhalle auf der Trainingswiese der Wittenbrink-Sportanlage oberhalb des Rasenplatzes. Die Vereins-Verantwortlichen hätten dieser Idee grundsätzlich zugestimmt, heißt es in der Vorlage. Blau-Weiß Wulfens Geschäftsführer Sebastian Lorenz erklärte auf Nachfrage unserer Redaktion allerdings: „Die Trainingswiese würde uns schon sehr fehlen. Dass wir die Kabinen und Duschen der Sporthalle mitnutzen könnten, wäre schön. Aber im Grunde wird die Wiese an Trainingstagen fast durchgehend genutzt.“ Der Verein hatte in seinen Plänen deshalb auch an dieser Stelle ein kleines Kunstrasenfeld vorgesehen. Die Baumaßnahmen am Wittenbrink haben aber auch Auswirkungen auf die Zukunft der Bezirkssportanlage am Midlicher Kamp, der Heimat von SuS Grün-Weiß Barkenberg. Angesichts der ohnehin schon geringen Zahlen im Nachwuchsbereich könne der Kunstrasen am Wittenbrink zu einer „schleichenden Auflösung der Sparte Fußball“ bei GWB führen. Die insgesamt drei Spielfelder ständen auf jeden Fall in keinem Verhältnis zur Nutzerzahl.

Auch GWB soll Kunstrasen bekommen

Der Lösungsvorschlag der Verwaltung: Der Tennenplatz an der Grünen Schule und der Naturrasenplatz am Midlicher Kamp werden aufgegeben. Dafür wird der Tennenplatz am Midlicher Kamp zu einem Kunstrasenplatz umgebaut, der als zentrale Sportstätte für den Vereins- und Schulsport der Grünen- und der Gesamtschule dienen soll.

GWB-Vorsitzender Frank Hofmann bestätigte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass der Verein diesen Ideen positiv gegenüber steht: „Unsere Planungen für einen Kunstrasen laufen ja schon länger. Uns fehlen aber die finanziellen Mittel. Kunstrasen ist jedoch Pflicht, ohne geht der Verein unter. Mit dem Modell der Stadt könnten wir dieses Ziel erreichen.“ Den Naturrasenplatz wolle Grün-Weiß aber gerne in Eigenregie weiterführen. „Was draus wird, muss man sehen.“ Am Donnerstag werden erste Weichen gestellt.

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