24:32-Niederlage: OSC geht enttäuscht in die Pause

Handball: Oberliga

Die Luft in der Abstiegszone des westfälischen Handball-Oberhauses wird für den OSC Dormund immer dünner. Zum Jahresausklang der Handball-Oberliga unterlag der Aufsteiger im letzten Heimspiel der ersten Serie dem VfL Gladback deutlich mit 24:32 (13:18) und bleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz kleben.

DORTMUND

, 19.12.2016, 08:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Daniel Lichte (r.) feierte nach überstandener Ellbogen-Operation sein Comeback.

Daniel Lichte (r.) feierte nach überstandener Ellbogen-Operation sein Comeback.

„Wir hatten gehofft, mit einem besseren Resultat in die kurze Pause über Weihnachten zu gehen. Dazu hat diesmal aber leider die letzte Überzeugung gefehlt“, resümierte ein enttäuschter OSC-Trainer Thorsten Stoschek nach 60 mehr oder weniger einseitigen Minuten. Die personelle Situation hatte sich für Dortmunds Coach kurzfristig etwas entspannt. Überraschend feierte Linkshänder Daniel Lichte nach überstandener Ellbogen-Operation früher als erwartet sein Comeback. Die Ausfälle von Nikita Maystrenko, Markus Schmitz und Torwart Dennis Zielony wogen gegen den ambitionierten Tabellenzweiten aber immer noch viel zu schwer.

Nicht zugepackt

Die Gladbecker präsentieren sich auch am Samstagabend in Hacheney von Beginn an spielerisch reifer und vor allen Dingen in jeder Beziehung durchschlagskräftiger. Der OSC hingegen wusste diesmal nicht, seine Defensivqualitäten auf die Platte zu bringen.

Stoschek: „Wir haben in der Abwehr überhaupt nicht richtig zugepackt.“ Auch Torwart Lukas Brüske konnte anfangs nicht an seine bislang herausragende Form anknüpfen. Und in der Vorwärtsbewegung prägten eine viel zu große Anzahl technischer Fehler die Aktionen. Die Gäste hatten relativ leichtes Spiel, um bis zur 10. Minute auf 8:2 zu enteilen.

Auf Schlagdistanz

Mittelmann Björn Sankalla und Dustin Dalian im linken Rückraum konnten nach Belieben schalten und walten. Danach allerdings setzte die stärkste OSC-Phase ein. Die Deckung, einschließlich Schlussmann Brüske, stabilisierte sich. Der Rückstand wurde aufgearbeitet. Bei 6:9 war den Anschluss halbwegs hergestellt, obwohl der Angriff weiter mit Mängeln behaftet agierte. Bis zum 10:13 (24.) durch Jürgen Lepine blieben die Gastgeber auf Schlagdistanz. Die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen und Gladbeck möglicherweise aus dem Konzept zu bringen, wurde jedoch vertan.

Der Favorit nahm das Heft bis zum Halbzeitpfiff nun wieder in die Hand, zog mit einem kleinen, energischen Zwischenspurt auf 18:13 davon. Dem hatten die Rotweißen im zweiten Abschnitt nichts mehr entgegenzusetzen. Der Titelanwärter baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus, machte vorübergehend einen Klassenunterschied deutlich.

Der OSC sieht schweren Zeiten entgegen. Gleich zum Start ins neue Jahr stehen mit der letzten Hinrunden-Partie bei LIT Tribe Germania in Nordhemmern und zum Auftakt der zweiten Serie in Loxten schwere Auswärtsaufgaben an. 

OSC: Brüske, Stumpf (ab 31.); Bonkowski (1), Kreft (5), Lepine (2), Hoffmann (1/1), Schürmann (3), Edeling, Bekston (7), Goracy (2), Polinski, Wulf, Lichte (3)

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