4:3 nach 0:3 und Rote Karte: Wie Husen-Kurl das unglaubliche Comeback in Neuasseln schaffte

Fußball-Kreisliga

Wenn man 0:3 hinten liegt und wirklich alles gegen einen zu laufen scheint, könnte man der Versuchung erliegen, aufzugeben. Nicht so der SC Husen-Kurl, der aus einem 0:3 in Unterzahl ein 4:3 zauberte.

Dortmund

, 26.08.2019, 11:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
4:3 nach 0:3 und Rote Karte: Wie Husen-Kurl das unglaubliche Comeback in Neuasseln schaffte

Der SC Husen-Kurl schaffte ein unglaubliches Comeback. © Stephan Schuetze

Wenn es einmal nicht läuft, dann läuft es einfach nicht, heißt es. Anders erlebte es der SC Husen-Kurl in der Kreisliga A2 am Sonntag beim TuS Neuasseln. Denn es hieß dann eher: Wenn es einmal nicht läuft, dann läuft es plötzlich doch.

0:3 nach 49 Minuten

Da geriet die Mannschaft von Dominik Herrmann durch einen Treffer von Alexej Schuhmacher früh mit 0:1 in Rückstand (2.), vergab zahlreiche Riesenchancen, musste dann nach einer Roten Karte gegen Kapitän Eugen Kim 50 Minuten lang zu zehnt weiterspielen, kassierte das 0:2 durch Sascha Schemann unmittelbar vor der Pause und sogar das 0:3 durch Thomas Tas (49).

Und??? Der SC gewann die Partie am Ende mit 4:3. Und diese auf den ersten Blick dramatische Entwicklung hielt Hermann nicht mal für unlogisch: „Wir haben insgesamt viel dafür getan, hier zu gewinnen. Wir hatten sehr viel Platz und Räume, uns fehlte alleine das Glück im Abschluss.“ Laut Herrmann war auch der Platzverweis wegen vermeintlichen Ellbogenschlags zu hart.

„Einfach so weitergespielt“

Das 0:2 so knapp vor der Halbzeit hätte die Husener eigentlich komplett wütend machen müssen. Wer aber glaubt, die spätere Wende sei Resultat einer Trotzreaktion, erfährt von Herrmann anderes: „Wir haben einfach so weitergespielt, als hätte es die Rote Karte nicht gegeben. Selbst wenn wir noch das 0:3 kassierten, haben wir uns dann endlich noch belohnt.“

Der Coach lobte seine Mannschaft für das komplett durchgezogene Umschaltspiel, das letztendlich auch die vier Treffer brachte. Abdoulaye Camara (56.) setzte den ersten Wirkungstreffer, Jan Albert verkürzte auf 2:3 (61.). Tim Burgmeister (71.) ließ Husen schon richtig jubeln. Und Steve Becker setzte mit dem vierten Treffer (82.) noch einen drauf.

„Solch ein Spiel braucht kein Mensch“

Husen hat den ersten Saisonieg. „Eigentlich hätte ich gesagt, solch ein Spiel braucht kein Mensch. Aber wenn ich das Ergebnis sehe, bin ich natürlich glücklich. Ich glaube, wir haben auch das Potenzial für das obere Mittelfeld“, schloss Herrmann glücklich.

Ohne Punkte und ohne Fassung stand Dennis Basner, der Neuasselner Trainer, nach der Partie da: „Natürlich bin ich fassungslos. Wir haben gut begonnen, dann aber einfache Vorgaben nicht umgesetzt. Wir haben uns dumm verhalten.“ Der Coach versuchte, seine Emotionen in Worte zu fassen: „Offenbar haben wir das nach der klaren Führung und der Überzahl alles zu leicht genommen. Ich muss immerhin aber hinzufügen, dass wir noch einen Elfmeter hätten bekommen müssen und einen können. Aber der Gesamteindruck bleibt enttäuschend.“

Aufstiegsstützen fehlen

Basner hofft auf Besserung, wenn David Demmel (Zehbruch im Urlaub) und Marvin Kohl (Knie) zurückkehren. „Das Fehlen unserer beiden Stützen des Aufstiegs spüren wir deutlich.“

Husen-Kurl will jetzt im Derby gegen Alemannia Scharnhorst nachlegen, aber anders. Herrmann: „Denn wie gesagt: Solche Spiele brauche ich eigentlich nicht.“

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