6000 Zuschauer beim St. Leger - Kaldera siegt

Pferdesport

Mit dem Start des ersten Rennes auf der Galopprennbahn in Wambel schien gestern auch die Sonne und sorgte für perfektes Wetter beim letzten deutschen Klassiker der Saison 2014. Das 130. Deutsche St. Leger stand unter einem guten Stern und sah in Kaldera einen verdienten Sieger.

DORTMUND

22.09.2014, 12:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jockey Eddy Hardouin gewann auf Kaledera (r.) das 130. St. Leger in Dortmund.

Jockey Eddy Hardouin gewann auf Kaledera (r.) das 130. St. Leger in Dortmund.

Vor dem langen Einlauf führten Virgina Sun und Special Meaning. Im Schlussspurt kam Kaldera besser ins Rennen. Jockey Eddy Hardouin hatte die dreijährige Stute geschickt eingeteilt. Kaldera gewann schließlich vor Virginia Sun und Rock of Romance. Ein perfekter Renntag endete mit einer bewegenden Siegerehrung und strahlenden Gesichtern auf Seiten des Dortmunder Rennvereins. Der erste Sieger des Tages hieß Incantator aus dem Rennstall von Andreas Wöhler. Der zweijährige Hengst siegte vor Areo (Gestüt Ittingen) und Kamaran aus dem Stall Helen, trainiert von Mario Hofer. Alle drei Pferde zählten zum Favoritenkreis.

Das zweite Rennen stand unter dem Patriarchat von DEW21 und ging über 1750 Meter. Wieder stellte Andreas Wöhler den Sieger. Der dreijährige Hengst Stanley aus dem Gestüt Ittlingen siegte vor Island Storm und Kalahari Soldier, trainiert von Mario Hofer. Vor dem zweiten Rennen wurde Pressesprecher Karl Schütz von Präsident Andreas Tiedtke offiziell verabschiedet. Schütz war 44 Jahre die gute Seele in Wambel. Sein Nachfolger ist Peter Mühlfeit aus Baden-Baden. Das vierte Rennen war gleichzeitig der erste Höhepunkt im Dortmunder Rennprogramm. Der Große Preis von Wilo (52 000 Euro Preisgelder), ein BBAG-Auktionsrennen. Das Rennen war offen für zweijährige Stuten, die 2013 als Jährlinge auf einer öffentlichen Versteigerung der BBAG (Baden-Badener Auktionsgesellschaft) angeboten wurden. Es siegte Nymeria (Stall Grafenberg), vor Damour (Gestüt Röttgen) und Neve (Stall Niederrhein).

Im fünften Rennen konnte Starjockey Edoardo Pedroza seinen zweiten Tagessieg auf Königsadler einfahren. Der von Stefan Richter trainierte dreijährige Hengst siegte vor Caufield und Home Please. Das letzte Rennen vor dem Hauptrennen sorgte für eine kleine Sensation. Unter den 14 Startern war auch Dortmunds Jockey Pascal Jonathan Werning mit der von Vater Reiner trainierten Stute Tivoli. Die Vierjährige ging als Außenseiter an den Start. Allerdings lag der Stute der leicht aufgeweichte Boden. Und so wurde das Traumergebnis wahr.

Der Dortmunder Jockey gewann auf dem in Wambel trainierten Pferd klar und ließ sich vom Publikum feiern. Anschließend verriet der Reiter auch seine Zukunftspläne: „Ich werde zum Saisonende auch als Trainer mit meinem Vater arbeiten. Die Möglichkeit, beide Berufe auszuüben, ist in Deutschland neu, und ich werden den Spagat wagen.“

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