Acht Siege in Serie: Doch beim Tabellenführer Kirchhörder SC lauert der Feind im eigenen Bett

Fußball-Landesliga

Acht Spiele, acht Siege: Der Kirchhörder SC surft auf einer Erfolgswelle, die auch gegen Wattenscheid nicht abebben soll. Die größte Gefahr scheint derzeit ohnenhin im eigenen Kader zu lauern.

Dortmund

, 31.08.2019, 11:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Acht Siege in Serie: Doch beim Tabellenführer Kirchhörder SC lauert der Feind im eigenen Bett

Der Kirchhörder SC peilt den neunten Sieg in Serie an. © Stephan Schuetze

So langsam wird es selbst den Verantwortlichen des Kirchhörder SC fast schon unheimlich. Nimmt man den Hecker-Cup hinzu, hat der Fußball-Landesligist seine vergangenen acht Spiele allesamt gewonnen. „Das ist sicher nicht normal“, sagt dann auch Trainer Sascha Rammel, der angesichts von erst drei Liga-Spielen immer wieder darauf hinweist, dass das alles „ja noch nicht aussagekräftig“ sei.

Doch der pefekte Saisonstart, der den Absteiger der vergangenen Saison bis auf Platz eins der Landesliga gespült hat, „hat uns auch viel Selbstvertrauen gegeben“, betont Rammel. „Und natürlich wollen wir diese Serie gegen Wattenscheid ausbauen.“

KSC geht als Favorit ins Spiel gegen Wattenscheid

Gegen den Tabellenzehnten geht der Kirchhörder SC am Sonntag (15.15 Uhr, Kobbendelle 6, 44229 Dortmund) nun als klarer Favorit in die Partie. Auch wenn Rammel sagt, dass die DJK sehr wohl „zu den besseren Mannschaften der Liga“ gehöre. „Sie haben ihre Qualitäten in der Offensive, aber auch Schwächen in der Abwehr. Das wollen wir ausnutzen.“

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Für ihn sei derzeit die größte Herausforderung, seine Spieler auf dem Boden zu halten, sagt der Trainer des KSC. Das Team mache es derzeit „großartig“. Aber wenn notwendig, „werde ich es ihnen zur Not auch einprügeln, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, Spiele zu gewinnen, sondern wir hart dafür arbeiten müssen.“

Der (mögliche) Feind im eigenen Bett

Und so lauert einer der womöglich größten Feind des Tabellenführers vielleicht sogar im eigenen Bett. Zumal Rammel unter der Woche derzeit bis zu 25 Spieler beim Training begrüßen darf. „Alle ziehen super mit“, sagt der 34-jährige Übungsleiter zwar. „Und sie alle drängen sich auf.“ Am Ende aber darf der Spieltagskader eben nur 18 Akteure aufweisen.

Das zu moderieren, sei „so mit der härteste Job“, den er derzeit zu verrichten habe, sagt Rammel. Schon jetzt müssen Spieler, die eigentlich den Anspruch haben, im Landesliga-Team des KSC aufzulaufen, Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln.

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Gerade in der Offensive hat der Coach bisweilen die Qual der Wahl. Setzt er im Sturmzentrum auf den erfahrenen Marcel Stiepermann oder doch den jungen, hoch veranlagten Leon Franke. Startet Andrei Mura oder vielleicht Aleksandar Djordjevic? Die Auswahlmöglichkeiten bieten Rammel zahlreiche Varianten.

Rammel kann personell aus dem Vollen schöpfen

Wohl auch am Wochenende, zumal Rammel personell fast aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich Alexander Bernhard (Muskelfaserriss) fehlt weiterhin. „Für einige heißt es nun erstmal: Geduldig sein“, sagt Rammel, der überzeugt davon ist, dass der große Kader „nicht zum Problem“ werden wird. Die Chemie innerhalb des Teams stimme.

Noch ist der Kirchhörder SC zudem von Verletzungen verschont geblieben. „So etwas kann sich immer auch ändern“, sagt Kai Gräfenkemper, Sportlicher Leiter des KSC. Und dann sei man froh, über einen entsprechend großen Kader zu verfügen. Bis zum Transferschluss, so Gräfenkemper, werde daher auch nichts mehr passieren. Weder auf der Abgabenseite noch bei möglichen Zugängen.

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