Ärger beim TuS Hannibal: Trainer muss vor die Kreisspruchkammer

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Dem Trainer von Fußball-Bezirksligist TuS Hannibal droht Ärger mit der Kreisspruchkammer. Hamsa Berro muss sich offiziell erklären - das hält der TuS-Trainer aber für überzogen.

Dortmund

, 11.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hannibals Trainer Hamsa Berro droht Ärger mit der Kreisspruchkammer. Neben seiner erfolgreichen Trainertätigkeit beim Bezirksligisten TuS Hannibal jagt Berro wie er selbst sagt „Just for Fun“ gelegentlich beim B-Ligisten SC Dortmund 97/08 als Stürmer dem Ball nach.

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„Der Trainer vom SC Dortmund 97/08, Jürgen Lenz ist privat mein bester Freund“, erläutert Berro seine Verbundenheit zum Verein. Nachdem Hamsa Berro im Nordderby gegen die SF Hafenwiese mit seinem Treffer zunächst für die 1:0-Führung sorgte, unterlief ihm im weiteren Spielverlauf ein folgenschweres Missgeschick.

„Aufgrund einer schlechten Ballannahme sprang mir der Ball nach einem Zuspiel eines Mitspielers hoch weg. Daraufhin setzte ich zum Fallrückzieher an und traf dabei bedauerlicherweise einen Abwehrspieler von Hafenwiese unglücklicherweise am Kopf. Ich habe den Verteidiger leider überhaupt nicht kommen sehen und ihn unabsichtlich getroffen“, schildert Berro den unschönen Vorfall.

Hamsa Berro: „Die Rote Karte war ziemlich hart“

Der Unparteiische verwies Berro dennoch wegen gefährlichen Spiels mit einer Roten Karte des Feldes. „Die Rote Karte war ziemlich hart, da mein Foul unabsichtlich war, geht aber wahrscheinlich in Ordnung“, macht Hannibals Trainer dem Schiedsrichter keinen Vorwurf. Noch auf dem Feld entschuldigte sich Berro bei seinem Gegenspieler, der sich aufgrund von Kopfschmerzen anschließend in ein Krankenhaus begab. Dort nahm der B-Lizenzinhaber erneut telefonisch Kontakt mit dem Spieler auf und erkundigte sich nach seinem Gesundheitszustand.

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„Die Einberufung der Spruchkammer halte ich für total überzogen, zumal ein zufällig als Zuschauer anwesender Schiedsrichter von sich aus Kontakt mit dem Verein SC Dortmund 97/08 aufgenommen hat, um als Zeuge zur Verfügung zu stehen. Der Zeuge beurteilt übrigens den unglücklichen Vorfall ähnlich wie ich“, ergänzt Berro.

Seiner Ansicht nach hätte eine 14-tägige Sperre völlig ausgereicht. „Als Trainer versuche ich immer ein gutes Vorbild für meine Spieler zu sein. Ich bin weder Amok gelaufen, noch habe ich absichtlich ein brutales Foul begangen“, sieht Hamsa Berro der Verhandlung relativ gelassen entgegen.

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