Am Strand hat’s gemüllert: Die Dortmunderin Svenja Müller feiert den Deutschen Meistertitel

Beachvolleyball

Beachvolleyballerin Svenja Müller krönt ihre erfolgreiche Sand-Saison nach Platz vier bei der U21-WM mit dem Deutschen U19-Meistertitel. Nach dem Kurzurlaub geht‘s wieder unters Hallendach.

Dortmund

, 15.08.2019, 07:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am Strand hat’s gemüllert: Die Dortmunderin Svenja Müller feiert den Deutschen Meistertitel

Yessss! Svenja Müller und ihre Beachpartnerin Greta Kleine-Hitspaß sind Deutsche U19-Meisterinnen. © FIVB

Jetzt noch mal ein Wochenende im Sand wühlen, schmettern, blocken unter freiem Himmel – dann ist der Beachvolleyball-Sommer auch schon vorbei. Svenja Müller ist urlaubsreif, die zwei freien Wochen hat sich Dortmunds amtierende „Juniorsportlerin des Jahres“ auch redlich verdient.

„Insgesamt war es eine relativ erfolgreiche Saison für mich. Platz vier in Thailand bei der U21-Weltmeisterschaft, und jetzt noch einmal der Deutsche U19-Meistertitel. Ich bin sehr zufrieden, das Ende war nochmal umso cooler“, sagt die 18-Jährige nach ihrer Rückkehr von den nationalen Titelkämpfen in Kiel. Gemeinsam mit Greta Kleine-Hitspaß, mit der sich die Hörderin im Sand-Viereck, aber auch abseits davon bestens versteht, marschierte die Volleyballerin des TV Hörde von Runde zu Runde.

Eine stressige Anreise

Svenja Müller berichtet: „Wir haben das Wochenende davor am Bodensee gespielt. Von da aus sind wir nach Kiel gefahren, einmal quer durch Deutschland, waren zwölf Stunden unterwegs. Das war alles sehr stressig. Wir sind am Montagabend in Kiel angekommen und haben bis Mittwoch da trainiert“. Donnerstag dann gingen die „Deutschen“ los, und Müller/Kleine-Hitspaß waren an Position eins gesetzt.

„Natürlich muss man immer gut spielen, aber unser Gegner war ein Team, das nachgerückt ist. Zum Reinkommen war das entspannt“, berichtet Müller. Als Gruppen-Erster zog das eingespielte Duo, das sich seit drei Jahren die bunten Bälle zuspielt, direkt ins Achtelfinale ein und konnte sich etwas ausruhen. So ging’s mit frischen Kräften ins Viertelfinale.

„Wir musste eine Schüüpe drauflegen“

„In dem Spiel haben wir nicht so gut gespielt, auch den ersten Satz verloren. Und auch im zweiten Satz konnten wir die Leistung nicht bringen. Im Tiebreak haben wir dann aber gut aufgeschlagen. Wir wussten, dass wir ‘ne Schüppe drauflegen müssen, haben aber immer dran geglaubt. Wir wussten, wir können uns rankämpfen.“ In den Auszeiten gab es gegenseitig klare Anweisungen über spieltaktische Ideen, „wir haben uns daran erinnert, was wir gut können.“

Mit Erfolg, ab ging es ins Halbfinale, da wartete auf der Gegenseite mit Lea Kunst eine Spielerin, mit der Svenja Müller im Jahr zuvor in Vorbereitung auf die U18-Europameisterschaft nationale U19-Meisterin geworden war, „da wusste, ich dass es schwer wird“. Auch da ging es schlussendlich in den dritten Satz, der durch gute Aufschläge gewonnen wurde.

Die Party wird ins Auto verlegt

Finale, oho! „Natürlich wollten wir unbedingt gewinnen, aber in dem Spiel haben wir nicht ans große Ganze gedacht, sondern von Punkt zu Punkt. Irgendwie wussten wir, dass wir gewinnen. Unser bestes Spiel in Kiel haben wir im Finale gezeigt“, erinnert sich die 1,92 Meter lange Blockspezialistin an die große Freude nach dem letzten Ballwechsel, aber weniger an eine große Party, denn: „Dadurch, dass wir eine lange Rückreise hatten, musste die Party ins Auto verlegt werden.“

An Position 1 gesetzt

Jetzt am Wochenende wartet in Recklinghausen das letzte Turnier dieser Beach-Saison auf Svenja Müller und ihre Sand-Kollegin, auch dort sind die Deutschen Meisterinnen an Position eins gesetzt. Also einmal noch in den Sand werfen, am Netz hochsteigen, und vielleicht auch gewinnen. Aber auf eines freut sich Svenja Müller besonders: „Nach der Beach-Saison mache ich erstmal zwei Wochen Pause. Dann geht es wieder in die Halle zum TV Hörde. Der Sommer war schon echt anstrengend. Die zwei Wochen Pause reichen aber“.

Schließlich haben die Hörderinnen unterm Hallendach ehrgeizige Ziele, gilt es doch als Aufsteiger in der 3. Liga Fuß zu fassen. Svenja Müller kommt mit dem Rückenwind einer tollen Beachsaison in die Halle an der Hörder Seekante, und vor hohen Zielen hat sie sich noch nie gescheut.

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