Amateurfußballer bereiten sich professionell vor

Dortmunder Fußballgipfel

DORTMUND Sie trainierten eigentlich, um sich kennen zu lernen. Dazu hätte es der einzigen Vorbereitungseinheit der Amateurfußballer aus dem Kreis Dortmund gar nicht bedurft, denn bereits vor dem ersten Pass verstanden sich fast alle bestens.

von Von Alexander Nähle

, 29.10.2009, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Flachs blühte, und gerade Schymanietz hatte seinen Spaß: „Viele der Jungs kenne ich nur flüchtig. Obwohl ich vielleicht kein Trainingsweltmeister bin, macht mir diese Einheit richtig Freude.“ Der Torjäger hängte sich rein. „Allein das Spiel im Kreis zeigt, welch hohes Niveau hier versammelt ist.“ Ob es dann reicht, gegen den BVB zu Chancen zu kommen, vermochte er nicht sagen. Aber: „Für solche Anlässe spielen wir Fußball.“ Die Weisheit „So ist Fußball“ formulierten die Teilnehmer in Wickede immer wieder in „So sind Fußballer“ um. Denn wohin die neugierigen Zuschauer auch blickten, überall sahen sie Harmonie. „Wir sind eben unkompliziert“, sagten mehrere. Die Freude auf den Gipfel vereint Spieler, die sich sonst bekämpfen.“

Und doch nahmen sie das Spielchen zum Abschluss des Trainings ernst. Torwart Sascha Piontek brüllte seine Kommandos nach vorne. Habibovic, der im Gegensatz zu Wolf nur zusah, ahndete konsequent jede Abseitsstellung. Er verzichtete auch darauf, einen von Wolf vorgeführten Trick zu wiederholen. „Da hole ich mir noch einen Kreuzbandriss.“ Immerhin fand er Zeit für ein paar Worte. „Es ist wirklich schön zu sehen, wie locker die Jungs miteinander umgehen.“ Wer den Beweis sucht, dass Sport verbindet, hätte nach Wickede kommen müssen. Selbst wenn der BVB am Dienstag dominiert – diese Jungs haben ihren Spaß und damit ein Ziel dieses Gipfels erreicht.

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