Schwarz zieht sich als Trainer beim ASC 09 zurück und Habibovic ist sauer - aber nicht auf Schwarz

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Tim Schwarz ist ab sofort nicht mehr Trainer beim Fußball-Oberligisten ASC 09 Dortmund. Das hat er dem Klub am Montagmorgen mitgeteilt. Er bleibt dem Verein in einer anderen Funktion erhalten.

Dortmund

, 16.12.2019, 15:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aplerbecks Sportlicher Leiter Samir Habibovic ist sauer. Nein, nicht auf Tim Schwarz, weil der sich jetzt zurückgezogen hat. „Tim ist ein Super-Junge, auf den lasse ich nichts kommen. Gar nichts. Er hat immer alles gegeben. Der wird seinen Weg schon gehen. Da bin ich mir ganz sicher“, sagt Habibovic.

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Er ist sauer auf die Mannschaft. „Tim ist nach Daniel Sekic jetzt der zweite Trainer, der freiwillig geht. Das kann nicht sein“, sagt Habibovic. Deshalb sieht er die Mannschaft jetzt ganz klar in der Bringschuld, egal, welcher Coach auf Schwarz folgt. Schwarz hatte während der aktuellen Spielzeit das Amt von Sekic übernommen. Zuvor war er für die zweite Mannschaft des ASC verantwortlich.

Tim Schwarz bekommt es zeitlich nicht mehr hin

„Viermal die Woche Training, dazu das Spiel am Sonntag und nebenbei noch viele Einzelgespräche mit den Spielern und Vereinsverantwortlichen. Darüber hinaus auch noch Gespräche mit der Presse. Das kann ich auf Dauer, vor allem aus beruflicher Sicht, einfach nicht leisten“, begründete Schwarz seinen Rückzug. Er übernimmt jetzt als Spielertrainer wieder die zweite Mannschaft.

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Habibovic erklärt auch, dass die Konstellation nicht gepasst hätte. „Für Tim war es nicht einfach mit den Spielern, mit denen er selbst schon zusammen gespielt hat“, sagt Habibovic. Neben Schwarz hat auch Co-Trainer Sead Sabotic sein Amt niedergelegt. Dominik Kemler wird das Team jetzt auf die Halle vorbereiten.

Ein konsequenter Schritt von Tim Schwarz

Es ist ein konsequenter Schritt von Schwarz. Er ist so wahrscheinlich einer Entlassung des Vorstandes zuvorgekommen. Eigentlich wollten sich die Sportliche Leitung und Schwarz Mitte der Woche zusammensetzen und gucken, ob eine weitere Zusammenarbeit Sinn ergäbe.

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Sportlich lief es nicht rund unter Schwarz. Aus sieben Partien holte er mit dem ASC gerade einmal fünf Zähler. Die vergangenen drei Begegnungen gingen allesamt verloren. Die 1:2-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen den SC Paderborn II glich einem blutleeren Auftritt.

Samir Habibovic hat mögliche neue Trainer schon kontaktiert

Samir Habibovic ist auf dieses Szenario gut vorbereitet. Er hat in den vergangenen Wochen schon Kontakt zu möglichen neuen Trainern aufgenommen. Ihm ist ja nicht verborgen geblieben, wie schwach das Team zuletzt aufgetreten ist. „Ich habe aber immer gehofft, dass es mit Tim klappt. Er wusste aber Bescheid, dass ich mit anderen Trainern gesprochen habe“, sagt Habibovic.

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Wie schnell der Neue verpflichtet wird, kann Habibovic nicht absehen. Er sagt nur, dass der am 6. Januar das Auftakttraining leiten wird. „Und dann müssen die Spieler liefern. Sie haben einen Anteil daran, dass jetzt zwei Trainer freiwillig aufgehört haben“, sagt Habibovic.

ASC 09 war zweimal in Serie Dritter

Sie sind auch maßgeblich daran beteiligt, dass der ASC 09 im Abstiegskampf steckt. Damit hatte vor der Saiosn niemand gerechnet. Der ASC gehörte vor der Spielzeit sogar zu den ganz heißen Titelanwärtern, weil der Klub zuvor zweimal in Serie Dritter geworden war.

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Jetzt steht das Team mit 20 Punkten auf Platz 15 der Oberliga. Das ist viel zu wenig für einen ambitionierten Kader um Kapitän Kevin Brümmer und Toptorjäger Maximilian Podehl.

Tim Schwarz kann die Zweite zum Titel führen

Für Schwarz kann es trotz des Rückzuges einen versöhnlichen Saisonabschluss beim ASC 09 Dortmund geben. Denn die zweite Mannschaft liegt aktuell auf Rang eins der Fußball-Kreisliga A1. Er selbst hatte vor dem Wechsel zur ersten Mannschaft schon 15 Tore für den A-Ligisten geschossen. Jetzt kann er das Team im neuen Jahr zum Titel führen und schießen.

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