ASC empfängt Eving zum Derby - HSV vor schwerem Auswärtsspiel

Die Dortmunder Klubs

Derby, diesmal entspannt! Das ganz große Feuer zünden die langjährigen Kontrahenten ASC 09 Dortmund und TuS Eving-Lindenhorst nicht. Doch auf dem Spiel steht immerhin doch etwas, selbst wenn beide im Mittelfeld stehen. Schwierige Auswärtsaufgaben warten auf Westfalia Wickede und den Hombrucher SV.

von Von Alexander Nähle

, 22.04.2011, 17:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der ASC 09 Dortmund (weiße Trikots) tritt ein entspanntes Derby gegen TuS Eving-Lindenhorst an.

Der ASC 09 Dortmund (weiße Trikots) tritt ein entspanntes Derby gegen TuS Eving-Lindenhorst an.

Der Gesamteindruck verschlechtert sich schon für den Verlierer – besonders für die in den vergangenen Wochen noch stärker als Aplerbeck schwankenden Evinger. „Und wir wollen beste Dortmunder Mannschaft werden“, nennt ASC-Coach Mark Elbracht ein Ziel, für das er die Weichen stellen will. Und einige Wetten laufen schon zwischen den Spielern. Für Giovanni Schiattarella als frisch gebackenen stolzen Vater einer gesunden Tochter stehen zurzeit zwar andere Dinge im Vordergrund als Derbys.

Fast Monopolstellung für ASC

Nur vergessen hat er nicht, dass nach der Hinspielniederlage am Montag darauf deutlich mehr Evinger als gewöhnlich zum Essen in seinen Feinkostladen kamen. „Plötzlich waren sie alle da und hatten ihren Spaß.“ Immerhin machte der Italiener ein gutes Geschäft, diesmal hätten er und sein Team lieber die Punkte. Elbracht will trotz des Tabellenplatzes konstante Leistungen sehen. „Dann kommen die Zuschauer auf ihre Kosten.“ Jetzt am Ostermontag, wenn der ASC fast eine Monopolstellung im Dortmunder Amateurfußball genießt, sollen die Fans Argumente erhalten, bald wiederzukommen.

"Haben noch etwas gutzumachen" „Wir nehmen jedes Spiel ernst“, sagt Elbracht. „Und in diesem Duell haben wir ja noch etwas gutzumachen“, erinnert auch der Trainer an die Hinserie. Nach dem Sieg in Ennepetal stehen die Zeichen ohnehin auf Entspannung. Elbracht nimmt verbale Anleihe bei einem ehemaligen BVB-Manager und sieht für ein attraktives Derby „das Feld bestellt“. Das hieße auch, dass die Evinger ihren Teil zu einem vergnüglichen Nachmittag beisteuern. TuS-Coach Daniel Rios gefiel die Einstellung seiner Spieler zuletzt weniger. „Mit einem Derbysieg können wir da einiges korrigieren.“ Rios erwartet mehr Teamgeist von seiner Elf. „Wenn einer einen Fehler macht, müssen die anderen Spieler gewillt sein, ihm zu helfen. Das war in den vergangenen Wochen nicht der Fall.“Einstz für Werner zu früh

Rios ist nicht verborgen geblieben, „dass der ASC gegen Teams von oben in der Regel überzeugt, gegen andere aber Schwierigkeiten hat. Und zu den anderen zählen wir auch.“ Zum Personal: Für Christian Werner käme ein Einsatz zu früh. Karim Bouzerda sitzt wegen Trainingsrückstands zunächst auf der Bank. Mit ihm reden die Evinger intensiv wegen einer Vertragsverlängerung. „Er hat uns versichert, nicht innerhalb der Liga zu wechseln. Wir glauben, dass er bleibt, wenn nicht ein sehr attraktives Angebot aus einer höheren Liga kommt.“-----------------------------------------------------------TuS Erndtebrück - Hombrucher SV: Die weiteste Fahrt soll sich zumindest etwas für die Hombrucher lohnen. „Mit einem Punkt könnte ich gut leben“, sagt Trainer Samir Habibovic. Allerdings lässt auch der Coach keine Zweifel an der Rollenverteilung. „Der Erste erwartet den Letzten. Was soll ich jetzt groß dazu sagen?“ Kommentieren kann er immerhin die Personalsituation. Eduardo Cusano (krank), Mohamed Lmcademali (gesperrt) und Mohamed El-Moudni (beruflich) fehlen. Auf der anderen Seite, hat sich Habibovic berichten lassen, ist Daniel Waldrich für die Gastgeber wieder einsatzbereit. „Für mich der beste Angreifer der Liga.“ Bedeckt hält sich der Trainer, wenn er die Laune seiner Mannschaft bewerten soll: „Ich ziehe da keine Schlüsse. Da habe ich mich schon manchmal getäuscht.“-----------------------------------------------------------DSC Wanne-Eickel - Westfalia Wickede: Co-Trainer Alex Gocke behält seine Erwartungen für sich. „Vor dem Wattenscheid-Spiel hatte ich ein gutes Gefühl. Jeder weiß, was daraus geworden ist. Da sage ich besser gar nichts.“ Am liebsten hätte sich Gocke auch einen Kommentar zur Personalsituation erspart. „Es käme fast schon einer Sensation gleich, sollten wir in dieser Besetzung in der Liga bleiben.“ Wanne-Eickel sei jedenfalls nicht der Maßstab, an dem sich die Wickeder messen wollen. „Das soll nicht heißen, dass wir das Spiel abschenken. Nachdem wir im Hinspiel ein 3:0 aus der Hand gegeben haben, wollen wir da noch etwas gutmachen.“ Wichtiger sind Gocke dennoch die Partien gegen Herbede und Dröschede.  

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