ASC freut sich auf Fluchtlicht-Spiel in Lippstadt

Fußball: Oberliga

Wochentermine genießen bei berufstätigen oder studierenden Amateurfußballern keine besonders hohe Popularität. Wenn es aber zu einem Top-Team wie dem SV Lippstadt mit einem fast professionellem Umfeld geht, finden sich auch beim Dortmunder Fußball-Oberligisten ASC 09 Dortmund schnell mehrere Motivationsgründe.

DORTMUND

, 05.04.2016, 21:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aplerbecks Kevin Brümmer (l.) und Marcel Münzel wollen den Lippstädtern das Leben schwer machen.

Aplerbecks Kevin Brümmer (l.) und Marcel Münzel wollen den Lippstädtern das Leben schwer machen.

Oftmals musste die hohe Gegentorquote im positiven Falle als Grundlage für eine Wiedergutmachung herhalten, im schlechteren Fall als Mahnung. Die Aplerbecker kassierten zu viele deutliche Pleiten, um im gesicherten Mittelfeld zu stehen.

Gutes Omen

Vor dem Auswärtsspiel beim Zweiten SV Lippstadt am Mittwoch um 19.30 Uhr darf der ASC 09 Dortmund aber ein gutes Omen mitnehmen. Am 14. September 2014, gerade in die Oberliga aufgestiegen, holten die Aplerbecker ein beachtliches 2:2 in Ostwestfalen. Schon damals hatten sie - wie jetzt - nicht die Wunschelf auf dem Parkett, aber dank der Treffer von Michael Seifert und Tim Schwarz erreichte der ASC einen Zähler.

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Mit diesem Ergebnis könnte Aplerbeck gut leben, beide Schützen könnten übrigens im 4-3-3 vorne wieder mitwirken. Diesmal hat Trainer Daniel Rios aber einige Optionen. Sven Ricke oder Santiliano Braja wären Alternativen, um für Entlastung zu sorgen.

Rios mit "Zwangsrotation"

Hinten aber bleibt Rios keine andere Wahl, als das alte Lied anzustimmen: Es handelt vom ständigen Spielerwechsel in der Abwehrkette und könnte den Titel „Zwangsrotation“ tragen, Die gegen Neuenkirchen zunächst sicheren Nils Cala (Muskelfaserriss) und Pascal Thomas (Zerrung) fehlen, also beordert der Coach wohl Dino Dzaferoski und Claas Heinze in die Zentrale.

Rafik Halim spielt für den angeschlagenen Davut Denizci rechts, Christian Werner ist erster Kandidat für die linke Seite. Dzaferoski, Halim und der zunächst auf der Bank sitzende David Steindor holten damals in Lippstadt den Punkt. Trainer auf der anderen Seite war übrigens Daniel Farke, heute Chef beim BVB II. Er brachte Björn Traufetter, der in dieser Saison bereits 15-mal für Lippstadt traf, von der Bank.

Klarer Außenseiter

Auf ihn müssen die Aplerbecker aufpassen wie auf Ardian Jevric, der zwölfmal zuschlug. Insgesamt ist sich Rios sicher, dass diese Lippstädter zu Recht ganz oben stehen und daher wohl auch den Aufstieg in die Regionalliga schaffen.

Daniel Rios aber mag trotz der Stärke des Gegners und der eigenen nur sieben Punkte Vorsprung zu den Abstiegsrängen gar nicht so sehr von Pflicht reden: „Wir freuen uns auf ein Flutlichtspiel in einem Super-Stadion bei einem Top-Gegner. Das ist unsere Motivation.“ Diese Argumente sollten dann wohl eher motivieren als die Statistik. Und oft, wenn der ASC Außenseiter war, holte er dann doch etwas Zählbares. 

ASC 09 Dortmund: Altfeld - Halim, Dzaferoski (Steindor), Heinze, Werner - Kemler, Münzel, Stein - Brümmer, Seifert (Braja), Lennertz (Ricke)

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