„Mein Körper schreit“ - ATV Dorstfelds Florian Edeling vor dem Duell mit dem Ex-Klub OSC

Handball-Verbandsliga

Florian Edeling trifft am Samstagabend mit dem ATV Dorstfeld auf seine alte Liebe OSC Dortmund. Vorher verrät er, was sein Körper ihm rät und welche Familienträume er hegt.

Dortmund

, 11.03.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Florian Edeling trifft mit dem ATV auf den OSC.

Florian Edeling trifft mit dem ATV auf den OSC. © Ludewig

Nach fünf Niederlagen in Serie hat der ATV Dorstfeld wieder die Kurve bekommen. Durch den 27:25-Erfolg bei PSV Recklinghausen hat sich das Team erstmal Luft verschafft und liegt aktuell als Tabellensiebter sieben Zähler vor dem Tabellenvorletzten OSC Dortmund. Und am Samstag (19 Uhr, Fine Frau 56) kommt es zum direkten Duell beider Teams. Für Dorstfelds Florian Edeling (33) ist das ein besonderes Duell, wie er im Interview verrät.

Wie wichtig war der Sieg gegen Recklinghausen?

Superwichtig. So sind wir einem Do-or-die-Spiel gegen den OSC aus dem Weg gegangen. Auch wenn wir mit 18 Punkten noch nicht zu 100 Prozent sicher sind.

Zuvor haben Sie gleich fünfmal in Serie verloren. Wie haben Sie wieder in die Spur gefunden?
Wir haben in der Woche davor gut und konzentriert trainiert. Alle waren da. Und gegen Recklinghausen haben wir es dann endlich mal wieder geschafft, über 55 Minuten das abzuliefern, was wir uns vorgenommen hatten.

Sind Sie nach der Niederlagenserie nervös geworden?

Solch eine Serie geht an keinem Team spurlos vorbei. Aber wir konnten diese Phase gut einschätzen. Uns war immer klar, dass wir als Aufsteiger auch mal solch ein Tal durchlaufen werden. Wichtig ist, dass wir jetzt wieder rausgekommen sind.

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Und jetzt kommt das Derby.

Das Spiel ist nicht so cool für mich. Ich habe ja 13 Jahre für den OSC gespielt und ich weiß, wo das Team aktuell steht. Deren Trainer Thorsten Stoschek ist ein Freund. Auf die Derbys gegen Hombruch freue ich mich persönlich immer mehr.

Wie sehr fiebern Sie mit Ihrem alten Klub mit?

Fiebern ist das falsche Wort. Ich gucke aber schon immer, wie es um den Klub steht. Und es ist ja klar, dass ich dem OSC wünsche, dass er die Klasse hält. Zum einen aus Verbundenheit und zum anderen, weil ich weiter mehr Dortmunder Derbys möchte.

In Julian Stumpf wechselt im Sommer ein alter Weggefährte des OSC nach Dorstfeld. Freuen Sie sich?

Klar, ich habe acht oder neun Jahre mit Jule zusammengespielt. Er ist ein Freund. Außerdem ist er für mich immer noch einer der besten Keeper der Verbandsliga.

Wenn Sie sich so freuen, bedeutet das auch, dass Sie ein weiteres Jahr beim ATV auflaufen.

Ein Jahr spiele ich noch, dann ist Schluss.

Sind Sie sich sicher?

Sehr sicher. Mein Körper schreit mich morgens immer häufiger an.

Was schreit er denn?

Junge, was machst du da mit mir. Hör doch endlich auf, mir tut alles weh. Und es gibt da noch einen anderen Grund aufzuhören.

Welchen?
Ich möchte mit meinem Kind noch auf der Wiese toben können und nicht wie ein Greis auf der Bank sitzen und nur zuschauen, wie es spielt. Darauf habe ich keine Lust.

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