Aufstiegskampf neu entfacht - „Alles andere als Platz zwei wäre eine Enttäuschung für uns“

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Das Rennen um Relegationsrang zwei in der Kreisliga A2 bleibt spannend. Die einen schieben die Favoritenrolle weiter, die anderen schrecken nicht vor einer Kampfansage zurück.

von Dennis Winterhagen

Dortmund

, 21.02.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Platz eins scheint in der Kreisliga A2 längst vergeben. Schier uneinholbar vorne befindet sich BW Alstede. Die Mannschaft von Regionalliga-Spieler Tim Hermes (Rot-Weiß Oberhausen), der in Alstedde als Trainer fungiert, führt die Tabelle mit 47 Punkten an, hat 13 Zähler auf die SG Gahmen.

Doch wer sich den begehrten zweiten Rang sichern wird, und sich so für Relegationsspiele zum Aufstieg in die Bezirksliga qualifiziert, ist noch lange nicht entschieden. Neben Gahmen (34 Punkte) sind auch der K.F. Sharri, der VfB Lünen (beide 32 Punkte), Eving Selimiye Spor, SF Brackel (beide 29 Punkte), der SV Preußen Lünen (28 Punkte) und bei einem Sieg im Nachholspiel auch der Kirchhörder SC II (25 Punkte) Anwärter.

SF Brackel schiebt die Favoritenrolle den anderen Teams zu

Ein 2:2-Unentschieden gab es am vergangenen Spieltag zwischen den SF Brackel und der SG Gahmen. Nach der 2:0-Führung Brackels durch die Tore von Christopher Daum (5. Minute) und Dennis Ibel (31.), gelang den Gahmenern vor der Pause durch Halil Elitok (45., Elfmeter) der Anschlusstreffer, ehe Philipp Plöger nach rund einer Stunde das Spiel auf null stellte.

Michael Kalwa bleibt mit den SF Brackel bescheiden.

Michael Kalwa bleibt mit den SF Brackel bescheiden. © Nils Foltynowicz

Zu der Frage wie zufrieden Michael Kalwa, Cheftrainer der Brackeler, mit dem Remis ist, oder ob doch die Enttäuschung über den verpassten Sieg überwiegt, hat er eine klare Meinung: „Beides!“ So spielte sein Team gegen einen der Favoriten für den Relegationsplatz zwar Remis, ließ allerdings zugleich den Sieg auf halber Strecke liegen. „Wir hatten durchaus gute Möglichkeiten, das Spiel vorher zu entscheiden“, erklärt er.

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Ob sein Team, das nun fünf Zähler Rückstand auf den zweiten Platz hat, auch um diesen mitmischen wird? „Dafür hätten wir Sonntag schon gewinnen müssen“, meint er und weiter: „Wir hatten eigentlich einen perfekten Tag. Alles hat geklappt.“ Auf einen genauen Favoriten möchte sich Kalwa dennoch nicht festlegen – „KF Sharri, VFB Lünen, SG Gahmen und Eving Selimiye Spor sind alles gute Teams. Das Rennen auf Platz zwei ist offen“, sagt er abschließend zur Situation.

„Wir wollen Platz zwei auf jeden Fall halten“

Kampfbetonter zeigt sich da die SG Gahmen selbst. „Wir wollen Platz zwei auf jeden Fall halten“, meint Chefcoach Bülent Kara, schraubt aber gleichzeitig die Erwartungen ein wenig zurück: „Wir sind Aufsteiger.“

Bülent Kara hat den Aufstieg mit der SG Gahmen ins Visir genommen.

Bülent Kara hat den Aufstieg mit der SG Gahmen ins Visir genommen. © Timo Janisch

Absolut unzufrieden sei er auch mit dem Unentschieden im Duell mit den SF Brackel am vergangenen Spieltag. So sei es letztlich zwar ganz gut gewesen, nach dem 0:2-Rückstand noch einen Punkt mitgenommen zu haben, doch eigentlich waren es seiner Meinung nach definitiv zwei Zähler zu wenig. „Wir hätten sogar noch in Führung gehen können“, hadert er.

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Für Gahmen geht es „Step by Step“ weiter – ehe in zwei Wochen ein wegweisendes Duell gegen Sharri auf dem Programm steht. „Die sind sehr stark“, sagt er abschließend.

„Alles andere als Platz zwei wäre eine Enttäuschung für uns“

Einen Sieg, einen deutlichen sogar, fuhr K.F. Sharri am Wochenende ein. Ein halbes Dutzend Tore erzielten die Mannschaft gegen Ay Yildiz Derne und gewann mit 6:2 – ein Ergebnis, mit dem sich Trainer Ferhat Degirmenci trotzdem nicht ganz zufrieden zeigt.

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„Die zwei Gegentore ärgern mich immer noch“, berichtet er. Sechs Tore gegen Derne seien zwar eine Menge, dennoch sei noch Luft nach oben. „Ich will jetzt nicht sagen, dass wir zehn Tore hätten schießen müssen, aber die eine oder andere Chance haben wir noch liegen gelassen.“

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Wo Michael Kalwa und Bülent Kara sich zurückhaltender zeigen, findet Degirmenci deutlichere Worte. „Am Anfang der Saison war ein Platz unter den Top-Fünf das Ziel. Jetzt kann ich ganz ehrlich sagen: Alles andere als Platz zwei wäre eine Enttäuschung für uns“, gibt sich der Übungsleiter offensiv.

Ein Grund für seine Herangehensweise sind defensiv die Neuzugänge, vor allem der ehemalige Oberliga-Kicker Seyit Ersoy stach mit einem Hattrick heraus. Auch Savas Turhal traf. „Genau die haben uns in der Hinrunde gefehlt“, so Degirmenci.

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