Abschied vom TuS Eichlinghofen - Wiedersehen nicht ausgeschlossen

mlzFußball-Bezirksliga

Es ist ein Abschied mit Respekt und in Freundschaft. Mirnas Husic verlässt den Bezirksligisten TuS Eichlinghofen. Aber auch mit 36 Jahren hat der Dauerbrenner des TuS noch Fußball-Feuer in sich.

Dortmund, Eichlinghofen

, 30.04.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mirnas Husic muss im Gespräch selbst kurz nachrechnen. Das Ergebnis kann sich hören lassen: 13 Jahre. Solange hat der heute 36-Jährige Mittelfeldmann dem TuS Eichlinghofen die Treue gehalten. „Nach drei Jahren“, erinnert er sich, „gab´s eine kurze Unterbrechung mit einem Gastspiel beim TuS Eving. Aber dann folgten zehn Jahre am Stück im Dienste des TuS Eichlinghofen.“

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Und so eine lange Zeit verbindet. „Darum war für mich auch ganz klar, dass ich mit 36 dem Generationswechsel in Eichlinghofen nicht im Weg stehen wollte. Machen wir uns nichts vor, beim TuS hab ich schon zum alten Kader gehört. Darum ist es jetzt dort mal Zeit, dass die Jungen rankönnen. Ich muss aber auch sagen, mich hat in Eichlinghofen niemand gedrängt zu gehen. Ganz im Gegenteil, Marc Risse, der Trainer, hat mich, glaube ich, dreimal gefragt, ob ich nicht doch lieber bleiben möchte.“

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Aber für Mirnas Husic ist der Abschied von Eichlinghofen fix - nicht jedoch der Abschied vom Dortmunder Amateurfußball. Denn auch im Herbst der Fußballer-Karriere lässt er die Füße nicht vom Ball, sondern wird in der nächsten Saison für Blau-Weiß Huckarde spielen. „Huckardes Trainer Thomas Faust, der mich noch aus gemeinsamen Zeiten in Eichlinghofen kennt, hat mitbekommen, dass ich dort aufhöre. Wir kennen uns auch schon ewig, und da lag es für ihn nah, mich zu fragen, ob ich nicht noch Bock auf die Kreisliga habe. Klar, hab ich.“

Dass es „nur“ bei Kreisliga bleiben wird, ist aber noch längst nicht ausgemacht. Denn die erste Mannschaft von Blau-Weiß Huckarde ist nach 20 Spielen Tabellenerster der Kreisliga A1 und hat auch nach einem möglichen vorzeitigen Ende der Spielzeit beste Chancen auf den Aufstieg. Und der würde das neue Team von Mirnas Husic direkt in die Bezirksliga führen.

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Und wer wartet da? Die alten Kollegen vom TuS Eichlinghofen. „Das wäre natürlich schon verrückt, wenn ich in der nächsten Saison mit Huckarde gegen Eichlinghofen in der Bezirksliga spielen würde“, lacht Husic. „Aber ausgeschlossen ist das nicht. Ein bisschen Wehmut wäre für mich wohl schon dabei. Aber letztlich geht es auch da um drei Punkte. Und dann ist für 90 Minuten mal alles andere nicht so wichtig. Ein Bier trinken wir erst hinterher zusammen. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik.“

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Die Vergangenheit beim TuS Eichlinghofen hat Mirnas Husic jedenfalls mit jeder Menge schöner Erinnerungen versorgt. „Natürlich denke ich da sofort an den Sieg im Kreispokal im letzten Jahr. Das war für mich, den Verein und das ganz Dorf ein Riesen-Highlight. Unglaublich intensiv war die Aufstiegsrunde 2016, als wir erst im Finale den Aufstieg in die Landesliga verpasst haben. Und dann ist da ja noch jedes Jahr die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft, die wir als Mannschaft mit unseren Fans besonders genießen. Sowas vergisst man nie.“

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