Bezirksligist Eichlinghofen vor Pokal-Kracher gegen Wattenscheid: Nur nicht wie Dorstfeld

Fußball-Westfalenpokal

Sie haben Respekt, wollen sich vor dem übermächtigen Gegner aber so teuer verkaufen wie möglich. Der TuS Eichlinghofen trifft im Westfalenpokal auf den Regionalligisten Wattenscheid 09.

Dortmund

, 13.08.2019, 16:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bezirksligist Eichlinghofen vor Pokal-Kracher gegen Wattenscheid: Nur nicht wie Dorstfeld

Auf den TuS Eichlinghofen kommt heute im Westfalenpokal einiges zu. © Stephan Schuetze

Sie haben sich ein bisschen die Augen gerieben, als sie die Testspiel-Ergebnisse ihres Westfalenpokal-Gegners gesehen haben und vielleicht wollen sie beim TuS Eichlinghofen auch deshalb den Mittwochabend „einfach nur genießen“ wie Trainer Marc Risse sagt. Das Westfalenpokal-Highlight gegen den Regionalligisten SG Wattenscheid 09 (18.30 Uhr, Hinter Holtein 90) steht vor der Tür – und mit ihm eine gewaltige Aufgabe für den Bezirksligisten.

Teuer verkaufen

Denn in der Tat sind die Vorbereitungsergebnisse der Mannschaft von Farat Toku beeindruckend. 9:0 gegen den Kreisligisten TC Freisenbruch, 10:0 gegen den Landesligisten DJK Wattenscheid, 13:0 gegen den Bezirksligisten VfB Günnigfeld.

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Da kommt was auf die Defensive des TuS zu: „Wir gehen mit der Einstellung da rein, uns teuer zu verkaufen“, sagt Risse, der bewusst darauf verzichten will, ein anderes Ziel auszugeben: „Wenn du das machst und du liegst nach zwei Minuten 0:2 hinten, dann wird es ein Desaster.“

Kein schönes Erlebnis

Und genau das möchte Risse in Erinnerung an das 0:8 des SC Dorstfeld gegen den TuS Erndtebrück aus dem Jahr 2017 gerne verhindern: „Da spricht heute keiner mehr von einem schönen Erlebnis“, sagt Risse.

Den Gegner hat er dann auch nicht bis ins Detail hinein analysiert: „Das ist eine Profi-Mannschaft, die Regionalliga spielt. Für uns ist es natürlich ein absolutes Highlight, aber man muss am Ende auch realistisch bleiben“, sagt Risse. Allerdings hat er ähnliche Worte auch vor dem Kreispokal-Finale gegen den Westfalenligisten Lüner SV benutzt: „Ich weiß“, sagt er darauf angesprochen, „aber das sind jetzt nochmal ein paar Ligen Unterschied.“

Ein Highlight der Fußballer-Krarriere

Auch der 1. Vorsitzende des Klubs, Thomas Janßen, warnt vor zuviel Euphorie: „Wir wollen es nicht zu hoch hängen, aber es ist für den einen oder anderen schon ein Highlight seiner Fußballer-Karriere. So oft spielt man in einem Pflichtspiel als Bezirksliga-Spieler nicht gegen einen Regionalligisten.“

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Die Mannschaft, da ist sich Janßen sicher, brenne darauf, „dieses Highlight zu erleben.“ Erst vor wenigen Tagen wurde die neue Flutlicht-Anlage in Eichlinghofen eingeweiht, doch die, sagt Janßen, „werden wir wohl nicht brauchen. Verlängerung gibt es im Westfalenpokal ja nicht.“

Keinerlei Auflagen

Aber auch sonst haben sie das Stadion an der Hövel herausgeputzt. Grillspezialitäten, Bierwagen, Funpark, alles da: „Es passen 3500 Leute rein, aber wie viele es werden, kann kein Mensch beziffern“, sagt Janßen.

Von der Polizei habe er 50 bis 100 Wattenscheider Fans genannt bekommen: „Es gab keinerlei Auflagen“, sagt Janßen, der sich über 400 bis 500 Zuschauer freuen würde. Der Eintritt kostet für Vollzahler sieben Euro, ermäßigt sind es vier.

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