Bezirksligisten aufgepasst: Körnes 42-Tore-Stürmer aus der Aufstiegssaison ist endlich wieder da

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Er schoss den TuS Körne mit 42 Toren fast im Alleingang in die Bezirksliga. Danach war er erst im Ausland und dann verletzt. Doch nun ist er zurück - und das darf als Drohung verstanden werden.

Dortmund

, 29.08.2019, 17:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die walisische Tormaschine ist wieder da. Eine gute Nachricht für ihn und seinen Klub, die DJK TuS Körne. Und vermutlich eine schlechte für die Konkurrenz in der Fußball-Bezirksliga 8.

Freiwilligendienst in Tansania

Denn vor zwei Jahren lehrte Connor O’Reilly mit 42 Tore für den TuS der A-Liga-Konkurrenz das Fürchten und verhalf seiner Mannschaft so zum Aufstieg in die Bezirksliga.

Danach wurde es etwas ruhiger um den Goalgetter aus Wales. O’Reilly weilte einige Monate in Tansania und leistete dort einen Freiwilligendienst. Der 24-Jährige baute bei einem Charity-Projekt Fußballplätze. „Es war eine spannende Zeit“, sagt O’Reilly. Bei dem Projekt sollen durch Sport Normen und Werte vermittelt werden.

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Vor Ort war O’Reilly auch aktiv. Er trainierte in Tansania den Nachwuchs. Selbst war aber natürlich trotzdem am Ball, spielte mit den Kindern und Einheimischen. Und wie das manchmal so ist: Die schlimmsten Verletzungen holt man sich abseits vom Wettkampfsport. O’Reilly verletzte er sich, die Kniescheibe sprang raus. Als er zu Jahresbeginn nach Deutschland zurückkehrte, war deshalb auch erst einmal an Fußball nicht zu denken. Die Saison war für ihn gelaufen.

O‘Reilly zeigt, was er drauf hat

Sein Team performte aber auch ohne ihre Tormaschine: Der TuS Körne lief als Aufsteiger hinter den beiden Übermannschaften aus Bövinghausen und Nordkirchen auf Rang 3 ein.

Doch jetzt ist O’Reilly wieder da. Und am Wochenende zeigte er gleich mal wieder, dass er absolut nichts verlernt hat. Beim 5:1-Sieg der Körner gegen die Zweitvertretung des Holzwickeder SC erzielte der gebürtige Waliser die ersten beiden Treffer für sein Team. Darüber hat sich der 24-Jährige natürlich gefreut. Wichtig aber sei es, sagt O’Reilly, erst einmal verletzungsfrei durch die Saison zu kommen.

Das Gleichgewicht stimmte

Eine Fabelsaison wie vor zwei Jahren deutet sich wegen der zwei Tore noch nicht direkt an. Aber es zeigt, was ein Stürmer in einer funktionierenden Mannschaft zu leisten imstande ist.

Der Teamgeist war auch maßgeblich für den Bezirksliga-Aufstieg verantwortlich. „Wir hatten einen starken Kader, der gut aufeinander abgestimmt war. In Marvin Heinrich und Andreas Brach hatten wir zwei Spieler, die gut geflankt haben. Und ich hab die Dinger dann verwertet“, sagt O’Reilly lapidar „und wir hatten ein gutes Gleichgewicht und eine gute Chemie.“

Die Mannschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr quasi nicht verändert. Und deshalb sei auch in dieser Saison einiges möglich, erzählt O’Reilly. „Ich glaube, dass wir in der Breite noch stärker geworden sind. Wir haben viele junge Spieler bekommen, die zwar Zeit brauchen, aber Potenzial haben.“

Alle Positionen doppelt besetzt

Mit diesen jungen Spielern soll es gelingen, den dritten Platz aus der Vorsaison zu bestätigen. Außerdem ist die personelle Lage beim TuS besser. In der 42-Tore-Saison war O’Reilly aufgrund von Verletzungen einziger Stürmer im Körner Kader. Jetzt ist das anders, alle Positionen sind mindestens doppelt besetzt.

Am Sonntag (15.15 Uhr, Am Zippen 15) will der TuS Körne gegen den VfR Sölde dann da weitermachen, wo er beim 5:1-Erfolg gegen Holzwickede II aufgehört hat. O‘Reilly erwartet dann eine starke Sölder Mannschaft. „Da müssen kämpferisch und läuferisch eine gute Leistung abliefern. Dann“, so sagt der Student, „bin ich optimistisch, dass wir wenigstens einen Punkt oder sogar alle drei dabehalten.“ Und natürlich will der 24-Jährige durch Tore dazu beitragen, dass das gelingt.

Die nächste Fabelsaison?

Die Fortsetzung zu einer weiteren Fabelsaison für den Mittelstürmer? „Wenn man das einmal geschafft hat, kann das auch nochmal gelingen. Ich bin mir sicher, dass ich das auch auf diesem Niveau schaffen kann“, sagt Connor O’Reilly, der anmerkt, auf einem guten Weg zu sein. „Es dauert aber noch ein wenig, bis ich bei 100 Prozent bin.“ Wenn es so weit ist, darf man diesen Satz getrost als Drohung verstehen - die Konkurrenz dürfte schon wieder weiche Knie bekommen.

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