Bittere Lektionen für den SV Brackel und den VfL Kemminghausen

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Das Wetter hatte den SV Brackel bislang davon abgehalten, in den schon wieder laufenden Liga-Betrieb einzugreifen. Am Dienstagabend sollte das Test-Spiel gegen den VfL Schwerte zumindest etwas Praxis bringen.

Dortmund

, 25.02.2020, 22:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

SV Brackel - VfL Schwerte 1:3 (1:1)

In der Landesliga belegt der SV Brackel nach durchwachsenem Saisonstart mittlerweile einen respektablen sechsten Platz. Vor dem schweren Spiel gegen den TuS Bövinghausen am kommenden Sonntag testete das Team von Trainer Giovanni Schiattarella am Dienstagabend gegen den Bezirksligisten VfL Schwerte.

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Und der Test ging voll daneben. Mit 1:3 verlor der Landesligist gegen den klassentieferen Gegner. Brackels Trainer Giovanni Schiattarella war nach dem Spiel entsprechend bedient. „15 Minuten standen wir gut. Dann hören wir auf. Warum auch immer. Unerklärlich. Wir gehen 1:0 durch Yassir Mhani in Führung, und dann wars das. Jegliche Intensität hat gefehlt. Die Mannschaft ist hier lethargisch und arrogant aufgetreten in einer Weise, die mir unerklärlich ist.“

Der Gegner VfL Schwerte lieferte hingegen aus Sicht von Schiattarella ein ordentliches Spiel. „Die waren richtig gallig. Und das hat an diesem Abend schon dafür gereicht, dass uns ein Bezirksligist die Grenzen aufzeigt.“

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Mit Blick auf das Spiel gegen Bövinghausen war das kein gutes Vorzeichen. „Das ist das Allerschlimmste. Dass sich die Mannschaft in so einer wichtigen Woche zu so einer Leistung hinreißen lässt. Und die Körpersprache und die Intensität, die wir heute an den Tag gelegt haben, haben mir nicht gezeigt, dass auch nur einer von denen, die heute gespielt haben, am Sonntag auch von Anfang an spielen will.“

DJK BW Huckarde - VfL Kemminghausen 6:1 (3:0)

Bezirksligist VfL Kemminghausen hatte sich für sein Testspiel am Dienstagabend einen der ambitioniertesten A-Ligisten im Dortmunder Fußballkreis ausgesucht. Aktuell belegt DJK BW Huckarde in der Liga Platz 2 und verfügt mit bislang nur 18 Gegentoren über die stärkste Abwehr unter 16 Mannschaften.

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Etwas von dieser Qualität des A-Ligisten bekam der VfL zu spüren und ging sang- und klanglos mit 6:1 unter. Kemminghausen-Trainer Jonas Keimer wollte hinterher die Leistung seiner Mannschaft nicht beschönigen: „Ja, wir sind hier personell stark geschwächt aufgelaufen. Ja, wir sind mit vielen Leuten an den Start gegangen, die nach längerer Trainingspause ihr erstes Spiel gemacht haben. Alles richtig. Umso unerklärlicher ist es, dass wir hier eine erste Halbzeit hinlegen, die schon Arbeitsverweigerung grenzt. Da war kein Kampfgeist da, keine Moral. Da hat sich nicht einer angeboten, dass er nächsten Sonntag spielen möchte. Mit dem 6:1 waren wir am Ende noch gut bedient.“

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