Bövinghausen-Neuzugang David Loheider über den BVB und Vorfreude auf einen Teamkollegen

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David Loheider ging bereits in mehreren Regionalligen auf Torejagd und spielte im DFB-Pokal gegen den BVB. Im Interview erklärt Bövinghausens Neuzugang, warum er nun in der Landesliga kickt.

Dortmund

, 01.02.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Mit David Loheider hat der TuS Bövinghausen einen weiteren Hochkaräter in die Landesliga geholt. Unter anderem spielte der Stürmer bereits für die A-Jugend und zweite Mannschaft des FC Schalke sowie für den SV Rödinghausen. Im Interview verrät der 28-Jährige, warum er als regionalliga-erfahrener Spieler aus der Oberliga in die Landesliga wechselt, auf welchen Mitspieler er sich bereits besonders freut und welche Trikotnummer er am liebsten trägt.

Herr Loheider, Sie spielten zuletzt in der Oberliga, sind zudem bereits für mehrere Regionalligisten aufgelaufen. Warum nun der Schritt runter in die Landesliga zum TuS Bövinghausen?

Ich habe vor zwei Jahren mit meiner Ausbildung angefangen, die habe ich dann letztes Jahr abgeschlossen. Dementsprechend war mir bewusst, dass es in den nächsten Jahren mit der Trainingsintensität weniger werden würde. Jetzt kam noch dazu, dass die Zeit für die Familie ein bisschen gelitten hat. Deswegen wollte ich den Schritt jetzt machen.

Wie kam der Kontakt zustande?

Ich kenne mehrere Spieler aus der Mannschaft bereits. Die haben mir immer gesagt, „komm doch zu uns“. Diesen Winter habe ich mir dann wirklich ernsthaft Gedanken gemacht. So ist dann der erste Kontakt entstanden.

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In der vergangenen Saison hatten Sie die Hammer SpVg nach zwei erfolgreichen Spielzeiten verlassen, um noch mal in der Regionalliga bei Wiedenbrück zu spielen. Wieso sind Sie nach einer Saison wieder nach Hamm zurückgekehrt?

In dem Jahr in Wiedenbrück war ich im letzten Ausbildungsjahr, ich wollte aber unbedingt noch mal Regionalliga spielen. Das hatte mich sehr gereizt. Ich bin ein sportlich sehr ehrgeiziger Mensch. In dem Jahr kam die Familie dann aber zu kurz, das muss ich ehrlich sagen. Dementsprechend wollte ich in diesem Jahr das Trainingspensum zurücksetzen. Ich bin froh, dass es am Ende (mit dem Wechsel, Anm. d. Red.) geklappt hat.

Ihr neuer Trainer Dimitrios Kalpakidis sagte, Sie werden mit Marko Onucka das neue Sturmduo bilden. Haben Sie Ihren neuen Partner schon kennengelernt?

Marko und ich kennen uns schon sehr lange. Wir haben schon geschrieben. Wir freuen uns riesig, dass wir bald vorne zusammen stürmen.

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Sie haben erst vor kurzem mit Hamm 1:4 gegen Bövinghausen verloren. Wie war Ihr erster Eindruck von Ihrer neuen Mannschaft?

Da hatte ich auf jeden Fall einen sehr guten Eindruck. Wir hatten aber auch nicht unseren besten Tag. Man hat gesehen, dass eine Riesenqualität in der Mannschaft ist. Ich kenne ja viele Spieler, daher weiß ich, dass da ein paar gute Kicker dabei sind. Deniz Batman zum Beispiel hat lange in Erkenschwick gelebt, ich komme von da, bin in Recklinghausen geboren. Ich bin also ein Junge aus´m Pott.

Bövinghausen fehlen neun Punkte, um mit Tabellenführer Wacker Obercastrop gleichzuziehen. Was ist noch drin in dieser Saison?

Das ist für mich schwierig einzuschätzen. Ich habe in einer anderen Liga gespielt, kenne die Landesliga daher nicht so gut. Das Beste, was man machen kann, ist, dass wir von Spiel zu Spiel gucken. Wir müssen unsere eigenen Hausaufgaben machen und dann sehen, wie es nach sechs, sieben Spielen aussieht. Erst mal müssen wir gucken, dass wir gut aus den Startlöchern kommen.

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Als Sie für den SV Wilhelmshaven spielten, trafen Sie 2013 im DFB-Pokal auf Borussia Dortmund. Wie war es damals, gegen den BVB zu spielen?

Das war natürlich ein großes Erlebnis. Es war die erste Runde, das Stadion war ausverkauft. Jürgen Klopp ist mit einer Top-Truppe angetreten. Reus, Lewandowski, Gündogan, Hummels. Alle waren da. Wir haben bis zur 70. Minute die Null gehalten. Hatten vor dem 0:1 sogar noch eine gute Chance (Endstand 0:3, Anm. d. Red.). Im Endeffekt war es eine schöne Lebenserfahrung.

Haben Sie sich damals nach dem Abpfiff das Trikot eines BVB-Spielers gesichert?

Nein.

Wissen Sie denn schon, mit welcher Trikotnummer Sie für Bövinghausen auflaufen werden?

Nein, darüber haben wir noch nicht gesprochen.

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Wenn alle Nummern frei wären, welche würden Sie sich aussuchen?

Meine erste Profinummer war die 31. Die habe ich immer sehr gerne. Aber eigentlich ist es egal, welche Nummer ich bekomme. Hauptsache es geht bald los.

Haben Sie sich für die Rückrunde ein persönliches Ziel gesetzt?

Das, was ich eigentlich jedes Jahr mache: Gesund bleiben und so viele Spiele und Minuten wie möglich machen. Man muss einfach in jedem Spiel alles raushauen und gucken, was dabei rauskommt.

Acht Winterneuzugänge

Mit David Loheider präsentierte der TuS Bövinghausen am Donnerstag bereits den siebten Neuzugang. Zuvor waren schon Deniz Batmann (TuS Haltern, Regionalliga), Maurice Haar, Philipp Rößler (beide Westfalia Herne, Oberliga), Marko Onucka (RW Ahlen, Oberliga), Aleksandar Pranjes (SV Straelen, Oberliga) und Sören Gerlach (TuS Hordel, Westfalenliga). Am Abend präsentierte der Landesligist mit Mohamed El Bouazzati (Türkspor Augsburg, Bayernliga Süd) noch einen Ex-Spieler vom BVB, der auch schon in der ersten ukrainischen Liga spielte.
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