Bövinghausens Ogrzall verrät, was der TuS für den Oberliga-Aufstieg benötigt

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Andreas Ogrzall trägt ab der neuen Saison das Trikot des TuS Bövinghausen. Im Interview spricht der Defensivmann über seinen starken linken Fuß und erklärt, warum so viele Herner zum TuS wechseln.

Dortmund

, 24.06.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Andreas Ogrzall hat sich ein weiterer ehemaliger Fußballer des Oberligisten Westfalia Herne dem Westfalenliga-Aufsteiger TuS Bövinghausen angeschlossen. Der 22-Jährige ist Defensivspieler und trifft beim TuS auf viele alte Bekannte. Im Gespräch verrät Ogrzall, warum er nach Bövinghausen wechselt, wieso er nicht in eine höherklassige Liga gegangen ist und was ein Oberliga-Anwärter alles mitbringen muss.

Herr Ogrzall, Sie sind im aktuellen Kader mittlerweile der achte Spieler beim TuS Bövinghausen, der eine Vergangenheit bei Westfalia Herne hat. Warum zieht es so viele Ex-Herner zum TuS?

Der TuS Bövinghausen ist ein sehr ambitionierter Klub, der in den nächsten Jahren die eine oder andere Liga höher spielen wird. Deswegen haben sich einige aus Herne auch dazu entschlossen, hierher zu wechseln. Außerdem ist das Verhältnis zum Verein sehr familiär. Hier fühlt man sich wohl. Das Gesamtpaket passt einfach.

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Hatten Sie keine Lust, höherklassiger zu spielen? Sie haben ja sogar schon Regionalliga-Erfahrung…

Doch klar, ich habe auf jeden Fall Lust darauf. Das strebe ich für die nächsten Jahre auch an. In der derzeitigen Situation ist es aber so, dass ich eine Ausbildung zum Physiotherapeuten mache, die sehr zeitaufwendig ist. Das Gesamtpaket musste stimmen und in Bövinghausen hat einfach das ganze Drumherum gepasst. Ich hatte aber auch Kontakt mit anderen Oberligisten.

Inwieweit haben die ehemaligen Mitspieler eine Rolle bei Ihrer Entscheidung gespielt?

Die haben sicherlich eine große Rolle gespielt. Der erste Kontakt kam ja auch über Ricardo Seifried (neuer Torhüter beim TuS Bövinghausen, Anm. d. Red.) zustande. Dazu kenne ich ja auch einige Spieler schon, die in Bövinghausen spielen. Mit denen habe ich ein paar Worte gewechselt, wie es in Bövinghausen abläuft.

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Und?

Ich habe nur positives Feedback bekommen. Daher ist mir die Entscheidung dann leichter gefallen.

Wären Sie auch nach Bövinghausen gewechselt, wenn der Verein nicht in die Westfalenliga aufgestiegen wäre?

Das ist eine gute Frage, die ich nicht komplett beantworten kann. Ich hätte mich wahrscheinlich erst einmal mit anderen Vereinen in Verbindung gesetzt und hätte mir den Wechsel noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

Sie sollen einen starken linken Fuß haben, dürfen Mit- und auch Gegenspieler neidisch sein?
(lacht) Das stimmt wohl, der linke Fuß ist nicht schlecht. Ob andere Spieler neidisch darauf sein sollten, ist aber schwer zu sagen. Jeder hat ja einen starken Fuß.

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Sie gelten als flexibler Defensivmann, können in der Innenverteidigung und auf der Sechs spielen. Wo würden Sie am liebsten spielen?

Ich könnte auch als linker Außenverteidiger spielen, bin da sehr variabel. Ich habe keine Lieblingsposition. Wenn ich aber dann mal auf einer spiele, dann würde ich da gerne auch häufiger spielen und nicht von Spiel zu Spiel variieren. Trotzdem helfe ich aber auf jeder Position aus.

In Ihrer Jugend haben Sie eine professionelle Ausbildung genossen. Was ist davon am meisten hängen geblieben?

Der Schritt zu Borussia Dortmund war enorm. Da hat man die Professionalität auf und neben dem Platz krass gemerkt. Hannes Wolf hatte mich damals trainiert. Auch das Training von RW Oberhausen unter Mike Tullberg hat uns echt gut auf die Senioren vorbereitet. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

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Bövinghausen hat ein klares Ziel: Oberliga-Aufstieg. Aus der Oberliga kommen Sie, was muss eine Mannschaft dafür mitbringen?

Zuallererst muss eine Mannschaft eine gewisse Qualität mitbringen. Ein anderer großer Punkt ist der Kampfgeist einer Mannschaft. Wir müssen gemeinsam kämpfen, uns zusammen nach vorne pushen und uns gegenseitig aus einem Loch rausholen. Der Teamgeist ist sehr wichtig.

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