Borussia Dortmund verliert seinen Meistertrainer an Mainz 05

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Benjamin Hoffmann hat die U19 des BVB in der vergangegen Spielzeit erst zum Deutschen Meister gemacht. Jetzt wechselt er zu dem Klub, in dem Jürgen Klopp und Thomas Tuchel groß geworden sind.

Dortmund

, 12.07.2019, 17:09 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Meldung kam am Freitanachmittag etwas überraschend. Der FSV Mainz präsentierte Benjamin Hoffmann als neuen Trainer der U19, die in der Bundesliga Süd/Südwest beheimatet ist. Er tritt damit die Nachfolge von Bo Svensson an, der um die Freigabe für den österreichischen Zweitligisten FC Liefering gebeten hatte.

„In der vergangenen Woche kam die Anfrage aus Mainz. Am Sonntag bin ich dann mit meiner Frau nach Mainz gefahren und hab mir das hier alles angeschaut“, erklärt Hoffmann. Zusammen entschieden Hoffmann und dessen Frau, den Schritt nach Mainz zu gehen. Am Dienstag äußerte Hoffmann seinen Wunsch gegenüber BVB-Nachwuchskoordinator Lars Ricken.

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„In Mainz hat er einen langfristigen Vertrag unterschrieben, diese Gelegenheit wollten wir ihm nicht verbauen. Für seine neue Herausforderung wünschen wir ihm alles erdenklich Gute, wir werden seine Arbeit weiterhin aufmerksam verfolgen“, wird Lars Ricken in einer Pressemitteilung des BVB zitiert.

Benjamin Hoffmann hat in den vergangenen vier Jahren drei seiner BVB-Teams in das Finale um die Deutsche Meisterschaft geführt, zweimal den Titel gewonnen. Zuletzt erst mit der U19 gegen den VfB Stuttgart (5:3). Der Klub ersetzte ihn trotzdem im U19-Bereich durch Michael Skibbe, bot Hoffmann den Job als Sportlicher Leiter für den U12- bis U16-Bereich an.

Benjamin Hoffmann trainiert am Samstag zum ersten mal den FSV Mainz

Den Job hätte Hoffmann auch gemacht, wäre jetzt nicht das Angebot aus Mainz gekommen. „Es war immer klar, dass ich lieber auf der Bank sitze. Einen Job als Sportlichen Leiter kann ich mir vielleicht in zehn Jahren vorstellen. Jetzt noch nicht“, sagt Hoffmann.

Am Samstag trainiert er zum ersten mal das Team. Er freut sich auf die Aufgabe in einem familiär geführten Verein, der schon etliche gute Trainer hervorgebracht hat. Jürgen Klopp, Thomas Tuchel oder zuletzt Sandro Schwarz. Hoffmann hat in Mainz einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben.

Rouven Schröder freut sich auf Benjamin Hoffmann

Seine Frau wird es später nach Mainz ziehen. Im August erwartet die Familie Hoffmann ihr erstes Kind, das soll in der alten Umgebung zur Welt kommen. „Ich werde deshalb am Anfang pendeln“, sagt Hoffmann.

In Mainz ist man froh, Hoffmann so schnell noch verpflichtet zu haben. „Es war Bo Svenssons ausdrücklicher und nachhaltiger Wunsch, seine neue Herausforderung beim FC Liefering schon früher beginnen zu können als ursprünglich festgelegt. Als verdienter Spieler und Nachwuchstrainer des 1. FSV Mainz 05 haben wir nun seinem Wunsch entsprochen, auch weil wir mit Benjamin Hoffmann von Borussia Dortmund einen hervorragenden Nachfolger für das Amt des U19-Cheftrainers in unserem Nachwuchsleistungszentrum gewinnen konnten“, sagt 05-Sportvorstand Rouven Schröder.

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