Brünninghausen erwartet viel Herner Energie

Fußball: Oberliga

Fast schon Derbycharakter besitzt das Duell am Freitag zwischen Westfalia Herne und dem FC Brünninghausen, nachdem die Partie der Fußball-Oberliga Westfalen wie berichtet kurzfristig nach Bövinghausen verlegt worden war (Anstoß 19.30 Uhr, Provinzialstraße 273, 44388 Dortmund). Dass, anders als ursprünglich geplant, auf Kunstrasen gespielt wird, könnte sich durchaus als Vorteil für die Jungs von Alen Terzic erweisen.

von Udo Stark

Dortmund

, 10.11.2017, 06:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Leon Enzmann befindet sich in Topform. In der vergangenen Woche traf er gleich drei Mal.

Leon Enzmann befindet sich in Topform. In der vergangenen Woche traf er gleich drei Mal. © Nils Foltynowicz

Auf Naturrasen konnte der FCB in dieser Saison lediglich beim glücklichen 1:0 in Gütersloh punkten. Doch ungeachtet dessen bleibt der Respekt vor dem starken Aufsteiger groß. „Herne steht für richtigen Power-Fußball“, weiß Terzic, „eine Mannschaft, die ihre Spiele mit hoher Intensität, sehr viel Energie und großer Leidenschaft gestaltet.“ Gerade vom jüngsten Auftritt beim 2:0 auf Schalke zeigte sich Brünninghausens Trainer nach Auswertung der Videobilder beeindruckt: „Da haben sie hoch gepresst und unheimlich mutig agiert.“

Terzic überdurchschnittlich

Hochachtung bringt aber auch sein Kollege Christian Knappmann dem FCB entgegen: „Das ist eine bombastisch gute Mannschaft mit einem Trainer, der für diese Liga überdurchschnittliche Qualitäten besitzt, was sich auch am taktischen Verhalten ablesen lässt. Das wird für uns eine ganz harte Nuss.“

Als Aufsteiger gleich wieder oben mitzuspielen, sei am Schloss Strünkede nicht das erklärte Ziel gewesen. „Wir wollten uns kontinuierlich weit von den Abstiegsplätzen fernhalten, uns aber wie in der Westfalenliga eine Identität verschaffen, die einen Wiedererkennungswert besitzt“, berichtet Knappmann, „wir treten extrem aggressiv auf und versuchen, mit hoher Lauf- und Leistungsbereitschaft jedem ein unbequemer Gegner zu sein.“ Fünf- bis sechsmal pro Woche bittet er seine Jungs zum Training. „Sie haben Bock auf so einen verrückten Trainer wie mich und ziehen alle voll mit - weil sie sehen, dass der eingeschlagene Weg Erfolg verspricht.“

Große Herausforderung

Brünninghausen ist also gewarnt, aber auch gut vorbereitet, wobei man sich die beiden geplanten Trainingseinheiten auf Naturrasen freilich sparen konnte. Bis auf die bekannten Ausfälle (Sebastian Schröder, Salomon Tshitungu, Marvin Schweers) ist der Kader komplett, womit sich für Alen Terzic personell wie taktisch für die heutige Partie einige Variationsmöglichkeiten ergeben. Trotz des über weite Strecken überzeugenden Auftritts beim 4:2 gegen Rheine lässt er beides offen: „Herne ist eine so große Herausforderung, dass es in der Startelf und bei der Grundordnung Veränderungen geben könnte.“

So könnte der FCB spielen: Muhammed Acil - Bielmeier, Enke, Kruse, Elmoueden - Sahin, Gallus - Gözütok, Behrend, Enzmann - Gondrum
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