Bundesliga-Aufstieg der Lacrosse-Herren der Wolverines sorgt nur für gedämpfte Freude

TSC Eintracht Dortmund

Dortmund darf den nächsten Bundesligisten begrüßen: Die Lacrosse-Herren des TSC Eintracht haben den Aufstieg geschafft. Trotzdem ist die Stimmung bei den Wolverines nicht völlig ungetrübt.

Dortmund

, 07.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Bundesliga-Aufstieg der Lacrosse-Herren der Wolverines sorgt nur für gedämpfte Freude

Die Herren der Dortmund Wolverines werden kommende Saison in der Bundesliga West auflaufen. © Hanne

Die ganz großen Emotionen blieben aus. Und das, obwohl die Lacrosse-Herren des TSC Eintracht gerade den Aufstieg geschafft hatten - und Dortmund den nächsten Bundesligisten in der Stadt begrüßen darf. Das liegt an zwei Gründen: Zum einen hängt das mit der Saison zusammen, die die erste Damen-Mannschaft gespielt hat. Doch dazu später mehr.

Zum anderen hat das mit der Art und Weise zu tun, wie die Wolverines ihre Zweitliga-Meisterschaft einfuhren. Denn letztendlich wurde die Qualifikation für die Teilnahme in der Bundesliga am „Grünen Tisch“ entschieden. Relegationsgegner Marburg trat nicht zum Relegationsspiel, das in Bochum stattfinden sollte, an und der TSC gewann das Spiel kampflos.

TSC Eintacht spielt die perfekte Rückrunde

„Das ist sicher nicht das Saisonende, wie wir es wollten“, sagt Spielertrainer Tobias Görgen. Allerdings kann das nicht über die starke Saison hinwegtäuschen, die die Wolverines gespielt haben. In den zehn regulären Saisonspielen setzte es lediglich zwei Niederlagen, beide in der Hinrunde. Oder anders gesagt: Die perfekte Rückserie sicherte die Relegationsteilnahme und damit den Aufstieg. „Den Aufstieg haben wir uns in der Saison erarbeitet“, formuliert Görgen diesen Umstand.

„Den Aufstieg haben wir uns in der Saison erarbeitet.“
Tobias Görgen

Dass die Wolverines die Saison mit dem Aufstieg beenden würden, damit hatten sie selbst nicht unbedingt gerechnet. „Am Anfang war das Ziel oben mitzuspielen, weil die Liga stärker war als in der Vorsaison“, sagt Eugen Ischanka, Mittelfeldspieler bei den Wolverines. „Den Durchmarsch haben wir so nicht geplant.“

Letztes Hinrundenspiel wird zum Knackpunkt

Doch die Mannschaft fand von Woche zu Woche mehr zueinander. Knackpunkt war das letzte Hinrunden-Spiel gegen Kaiserslautern. Beim letztjährigen Bundesliga-Absteiger setzten sich die Wolverines klar mit 12:6 durch. „Da haben wir dominiert und die Ergebnisse in der Folge bestätigt“, sagt Ischanka. „Dann ging es auf die Zielgerade und wir wurden immer sicherer.“ Und schon stand Platz eins fest - und damit letztlich der Aufstieg.

Den hatte auch die Damenmannschaft der Wolverines vor Augen. Doch in der Relegation scheiterten die in der Saison drittplatzierten TSC-Damen am VfL 05 Aachen. Womit wir beim zweiten Grund für die gedämpfte Euphorie in den Reihen der Lacrosser wären. Nur zu gerne hätten Damen und Herren den Aufstieg gemeinsam gefeiert.

Doch letztlich reichte es nicht. Die TSC-Damen unterlagen mit 6:10 den Aachenerinnen. Zwar ging die Mannschaft als Außenseiter in das Entscheidungsspiel, am Ende war aber „natürlich auch Enttäuschung da“, wie Ischanka sagt, „vor allem, nachdem sie in der zweiten Hälfte nochmal aufgeholt haben.“ Am Ende war die Hypothek des 1:6-Halbzeitrückstands dann zu groß. Aber aus der Niederlage werde Mannschaft noch große Motivation ziehen, glaubt Ischanka.

Mannschaft will angreifen

Vielleicht können die Damen ja in der kommenden Saison ganz oben angreifen. Chancen auf die Meisterschaft räumt Eugen Ischanka dem Team auf jeden Fall ein: „Die Mädels haben ordentliche Zugänge aus der Jugend bekommen. Das ist auf jeden Fall eine Verstärkung. Mit der Mannschaft traue ich ihnen definitiv die Meisterschaft zu.“

„Mit der Mannschaft traue ich ihnen definitiv die Meisterschaft zu.“
Eugen Ischanka

Die Zielsetzung für die Damen ist also klar. Bei den Herren wird es demgegenüber vor allem um den Klassenerhalt in der Bundesliga West gehen. Dafür hängen sich die Wolverines voll rein. Eine Sommerpause gab es praktisch nicht, außerdem wurde die Trainingsintensität erhöht. Und mit dem Kalifornier Jesse Cox hat sich der TSC mit einem Trainer mit viel Know-How verstärkt. Damit sollten Chancen auf den Klassenerhalt bestehen. Es werde darauf ankommen, die schwächeren Teams der Liga zu schlagen, sagt Ischanka.

Bundesliga-Aufstieg der Lacrosse-Herren der Wolverines sorgt nur für gedämpfte Freude

In der kommenden Saison wollen die Herren den Klassenerhalt bejubeln. © Hanne

Wenn dann kommende Saison alles klappt werden die Damen Zweitliga-Meister und die Herren bejubeln den Klassenerhalt in der Bundesliga. Dann dürften auch die großen Emotionen nicht ausbleiben.

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